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Radio Hamburg

Europawahl in Hamburg

Sozialdemokraten klare Sieger

Hamburg, 26.05.2014
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Europa hat gewählt. Und wir Hamburger haben Sonntag (25.05.2014) gleich zwei Mal abstimmen dürfen.

Die Europawahl in Hamburg hat die SPD klar für sich entschieden. Nun warten die Parteien auf die Ergebnisse der Bezirksversammlungswahl.

Nach dem klaren Sieg der Sozialdemokraten bei der Europawahl in Hamburg blicken die Parteien gespannt auf die Auszählung der Stimmen für die Bezirksversammlungswahl. Bis zum Montagabend sollen diese vorliegen. Am Sonntag konnten knapp 1,4
Millionen Hamburger - darunter erstmals auch 16- und 17-Jährige - entscheiden, welcher der rund 1.800 Kandidaten einen der knapp 360 Sitze in den sieben Bezirksversammlungen erhält. Da bei der Wahl zehn Stimmen vergeben werden konnten und am Sonntagabend zunächst die Europawahl ausgezählt werden musste, hatte das Landeswahlamt die Auszählung auf Montag vertagt.

Wahlbeteiligung in Hamburg bei 43,3 Prozent

Bei der Europawahl am Sonntag kam die SPD mit ihrem Spitzenkandidaten Knut Fleckenstein laut dem vorläufigen Endergebnis 33,8 Prozent - das sind 8,4 Punkte mehr als bei der Wahl vor fünf Jahren. Die CDU dagegen - damals noch mit 29,7 Prozent vom Wähler ausgestattet - kam diesmal nur auf 24,5 Prozent. Wegen der allein von der CDU praktizierten Landeslisten mit ihren komplizierten Berechnungsmethoden wusste ihr Spitzenkandidat Roland Heintze deshalb bis zum Schluss nicht, ob er nun den Sprung ins EU-Parlament geschafft hat oder nicht. Erfreulich für alle Parteien hatte sich bei der Europawahl die Wahlbeteiligung entwickelt. "Die Wahlbeteiligung lag in Hamburg bei erfreulichen 43,4 Prozent", sagte Landeswahlleiter Willi Beiß am
späten Sonntagabend. 2009 waren es nur 34,7 Prozent gewesen - dem nach Brandenburg bundesweit schlechtesten Ergebnis. Um wieder mehr Menschen in die Wahllokale zu locken, waren deshalb erstmals die Europa- und die Bezirksversammlungswahl zusammengelegt worden.

Bei der Europawahl mussten neben der CDU auch die Grünen und die FDP Verluste hinnehmen. Sie kamen in Hamburg auf 17,2 Prozent (2009: 20,5 Prozent) beziehungsweise 3,7 Prozent (11,1). Zulegen konnten dagegen die Linken, die 8,6 Prozent (6,7) erreichten, sowie die Alternative für Deutschland (AfD), die aus dem Stand auf 6,0 Prozent kam. Von den 751 EU-Abgeordneten stellt Deutschland 96, voraussichtlich vier von ihnen stammen aus Hamburg: Neben Fleckenstein und Heintze sind dies Jan Philipp Albrecht (Grüne) und Fabio De Masi (Linke).

Union gewinnt Europawahl

Die Union hat trotz Verlusten die Europawahl gewonnen. Sie holte am Sonntag 35,3 Prozent der Stimmen (- 2,6 Punkte), teilte der Bundeswahlleiter in der Nacht zum Montag nach Auszählung aller Stimmen mit. Die SPD legte auf 27,3 Prozent zu (+ 6,5). Die Grünen verzeichneten 10,7 Prozent (- 1,4). Die Linke kam auf 7,4 Prozent (- 0,1). Die FDP stürzte auf 3,4 Prozent ab (- 7,6). Die AfD erreichte bei ihrer ersten Europawahl 7 Prozent.

Mit einem historischen Wahlerfolg bei der Europawahl ist die rechtsextreme Front National (FN) erstmals stärkste Partei in Frankreich. Nach ihrem europakritischen Wahlkampf kam die Partei unter Marine Le Pen laut vorläufigem Ergebnis des Innenministeriums mit einem deutlichen Zuwachs auf 26 Prozent. Die rechtspopulistische Partei UKIP hat mit hoher Wahrscheinlichkeit die Europawahl in Großbritannien gewonnen. Nach Auszählung von neun der elf Wahlregionen lag sie mit 22 der 73 zu vergebenen Sitze deutlich vorn. Dahinter folgten Kopf an Kopf die Konservativen von Premierminister David Cameron mit 16 und die oppositionelle Labour-Partei mit 14 Sitzen. 

(dpa/lhö)

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