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Radio Hamburg

Kanzlerkandidatur

Scholz will keinen öffentlichen Machtkampf

RHH - Expired Image

Neben Bürgermeister Scholz gelten auch Sozialministerin Andrea Nahles, Außenminister Frank-Walter Steinmeier und EU-Parlamentspräsident Martin Schulz als mögliche Alternative zu Gabriel.

Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz hat das Angebot von SPD-Chef Sigmar Gabriel, mit ihm um die Kanzlerkandidatur zu konkurrieren, abgelehnt.

Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) geht nicht auf das Angebot von SPD-Chef Sigmar Gabriel ein, mit ihm um die Kanzlerkandidatur zu konkurrieren. "Die SPD ist eine solidarische Partei und in der SPD-Spitze halten wir zusammen. Wir machen uns nicht gegenseitig die Posten streitig", so Scholz, der Gabriel für einen guten Parteichef hält. "Der SPD-Vorsitzende ist der natürliche Kanzlerkandidat" Nachdem es in letzter Zeit immer mehr zu Zweifeln an dem Führungsstil und an der Person Gabriel selbst gekommen war, hofft der Parteichef der SPD auf einen Konkurrenzkampf um die Kanzlerkandidatur seiner Partei. Gegenüber dem "Spiegel" sagte Gabriel: "Es wäre hervorragend, wenn es im nächsten Jahr zwei oder drei Leute aus der Führungsspitze der SPD gäbe, die sagen: Ich traue mir das zu."

Nahles, Steinmeier oder Schulz?

Neben Bürgermeister Scholz, der das Angebot allerdings bereits ablehnte, gelten Sozialministerin Andrea Nahles, Außenminister Frank-Walter Steinmeier und EU-Parlamentspräsident Martin Schulz als Alternative zu Gabriel. Ihnen allen werden allerdings keine großen Ambitionen nachgesagt, 2017 in den schwierigen Wahlkampf gegen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zu ziehen. Die SPD-Parteispitze will den Kanzlerkandidaten nach der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen im Mai 2017 bestimmen. Sollte die Wahl im Stammland der Sozialdemokraten verloren gehen, könnte sich die Partei theoretisch noch vor der Bundestagswahl neu aufstellen.

"Wer sich für unersetzbar hält, ist nicht geeignet"

Eigentlich hätte Gabriel als SPD-Chef das erste Zugriffsrecht auf die Spitzenkandidatur für die Bundestagswahl im Herbst 2017. Angesichts von Umfragen, die die SPD nur noch bei rund 20 Prozent sehen, steht er intern aber stark unter Druck. Zuletzt hatten Rücktrittsgerüchte für Aufregung gesorgt, die Gabriel allerdings dementierte. Im "Spiegel"-Interview machte der SPD-Chef nun aber deutlich, dass er nicht an seinem Stuhl klebe. "Wer sich selbst für unersetzbar hält oder - was noch schlimmer wäre - sein eigenes Selbstwertgefühl nur aus einem Amt bezieht, ist eigentlich schon deshalb nicht geeignet." Es sei nicht verboten, in schwierigen Zeiten zu fragen, ob ein Wechsel in einer Führungsfunktion nötig sei, betonte Gabriel. "Das muss sich übrigens jeder, der in einer solchen Funktion ist, immer auch selbst fragen."

(dpa/jmü)

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