Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Bürgerschaftswahl 2015

Verliert die SPD die absolute Mehrheit?

Hamburg, 15.01.2015
Rathaus, Hamburger Rathaus

Die Hamburger Bürgerschaft könnte bei den kommenden Wahlen kräftig durchgemischt werden.

Einen Monaten vor den Wahlen zur Hamburger Bürgerschaft haben laut Umfragen die FDP und AFD Chancen auf den Einzug ins Parlament. Die SPD könnte ihre Vormachtstellung verlieren.

Einen Monat vor der Bürgerschaftswahl in Hamburg können sich die totgeglaubte FDP und die rechtskonservative AfD Hoffnungen auf einen Einzug ins Parlament machen. Die alleinregierende SPD unter Bürgermeister Olaf Scholz würde ihre absolute Mehrheit mit 42 bis 43 Prozent verlieren, ergaben eine am Mittwoch (14.01) veröffentlichte Infratest-dimap-Umfrage im Auftrag des "NDR" sowie eine Befragung des Meinungsforschungsinstituts Insa im Auftrag der "Bild"-Zeitung.

FDP im Aufwind

Die Sozialdemokraten verlören aber ihre absolute Mehrheit. CDU und Linke müssten zugunsten von FDP und AfD Punkte abgeben, die Grünen blieben unverändert. Danach käme die FDP mit ihrer Spitzenkandidatin Katja Suding nun auf vier Prozent, wenn an diesem Sonntag Wahl wäre. Das würde zwar immer noch nicht für einen Verbleib in der Bürgerschaft reichen, wäre aber ein doppelt so gutes Ergebnis wie bei der "NDR"-Dezemberumfrage. Ebenfalls vier Prozent prognostiziert das Meinungsforschungsinstitut Insa. "Sozialliberal wird angesichts der gebrochenen SPD-Alleinmehrheit zur realistischen Option. Rot-Grün muss kein Hamburger Schicksal werden", sagte Suding mit Blick auf die Umfragen - und fügte an: "Wir wollen die 6,7 Prozent von 2011 toppen."

AfD könnten den Sprung ins Parlament schaffen

Ebenfalls zulegen könnte die AfD. Lag sie in Umfragen bislang bei vier Prozent, käme sie nun auf fünf (Infratest dimap) beziehungsweise sogar sechs Prozent (Insa) - und wäre damit erstmals in einem westdeutschen Landesparlament vertreten. Deren Spitzenkandidat Prof. Jörn Kruse betonte: "Der engagierte und dialogorientierte Wahlkampf der Hamburger AfD (...) zahlt sich aus." Auch zeige sich, "dass die zahlreichen Störungen unserer Wahlveranstaltungen wie auch massive Zerstörungen von Wahlplakaten bei vielen Wählern eine 'Jetzt erst-recht-Unterstützung' auslösen".

Absolute Mehrheit für SPD dahin?

Dass nach den aktuellen Umfragewerten die absolute Mehrheit der SPD dahin ist - Scholz hat für diesen Fall bereits Gespräche mit den Grünen angekündigt -, kommentierte SPD-Fraktionschef Andreas Dressel nicht. Er verwies aber auf hohe Zufriedenheitswerte mit der Arbeit des Bürgermeisters. Denn insgesamt zeigten sich laut Umfrage immer mehr Hamburger mit der Arbeit des SPD-Senats zufrieden. Waren es im Dezember 58 Prozent, seien es nun sogar 66 Prozent. Der SPD-Senat unter Scholz führe damit mit den Landesregierungen von Bayern und Baden-Württemberg die Liste der beliebtesten Landeskabinette an, erklärte Infratest dimap.

Wersich zuversichtlich

Die CDU verliert laut Infratest dimap zwei Punkte und kommt nun auf 22 Prozent (Insa: 23 Prozent). "Viele beschäftigen sich erst jetzt mit der Wahl. Ich bin daher zuversichtlich, dass wir in den kommenden Wochen noch viel erreichen werden", sagte deren Spitzenkandidat Dietrich Wersich. Bereits jetzt sei aber klar: "Die absolute Mehrheit der SPD ist weg, es wird eine neue Regierung geben."

Grüne und Linke stabil

Die Linken mit ihrer Fraktionsvorsitzenden Dora Heyenn müssten einen Punkt abgeben und erreichten acht Prozent (Insa: 7 Prozent). Die Grünen mit ihrem Spitzenduo Katharina Fegebank und Jens Kerstan blieben bei 14 Prozent. Sowohl Heyenn als auch Fegebank und Kerstan zeigten sich mit den Ergebnissen ihrer Parteien und dem Verlust der absoluten Mehrheit der SPD zufrieden, gaben sich aber besorgt über das prognostizierte Abschneiden der AfD. "Die tragischen Ereignisse von Paris haben uns einmal mehr vor Augen geführt, wie wichtig Freiheit, Toleranz und gesellschaftlicher Zusammenhalt sind", sagte Kerstan. Diese Werte gelte es gegenüber Rechtspopulisten und anti-demokratischen Kräften zu verteidigen.

Scholz populärster Politiker

Der mit Abstand populärste Politiker in Hamburg ist weiter Bürgermeister Scholz, über dessen Arbeit sich inzwischen sogar 72 Prozent der Bürger zufrieden äußern. Im Dezember seien es noch 67 Prozent gewesen. Danach folgen mit großem Abstand Wersich (24 Prozent), Fegebank (22 Prozent), Suding (19 Prozent), Heyenn (16 Prozent) und Kruse (12 Prozent). Könnten die Hamburger ihren Bürgermeister direkt wählen, würden sich 66 Prozent für Scholz (minus zwei Punkte) und 16 Prozent für Wersich (plus vier) entscheiden.

Lest auch: "Abgeordnetenwatch": Infoportal zu den Bürgerschaftskandidaten

"Abgeordnetenwatch" hat ein Infoportal zur Bürgerschaftswahl in Hamburg erstellt. Dort könnt Ihr den Ka ...

(dpa/san)

comments powered by Disqus