Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Falsche Bestrahlung in Asklepios Klinik

Gesundheitssenatorin weist Vorwürfe zurück

Hamburg, 14.02.2015
RHH - Expired Image

Unmittelbar vor der Bürgerschaftswahl ist die Opposition noch einmal in die Offensive gegangen. Anlass ist die Fehlbehandlung von Krebspatienten.

Der Vorwurf der Oppositionsparteien: Gesundheitssenatorin Prüfer-Storcks habe ihre Amtspflichten verletzt. Die Vorwürfe gehen sogar soweit, dass dem Senat die Vertuschung im Fall der Fehlbestrahlung in der Asklepios Klinik St. Georg vorgehalten wird. Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks hatte am Freitagabend (13.02) den Vorwurf der Untätigkeit nach einer falschen Bestrahlung von Krebspatienten zunächst zurückgewiesen.

Druck der Opposition

Die Opposition setzte die Senatorin im Ausschuss unter Druck. Prüfer-Storcks räumte ein, dass sie erst Ende September 2014 über die Fehlbehandlung der Krebspatienten informiert wurde und den Prüfbericht der Ärztlichen Stelle erst seit Anfang dieses Monats kennt. Sie betonte, dass ihre Behörde nicht verpflichtet war, gleich nach Bekanntwerden der Behandlungsfehler die Ärztliche Stelle und die Staatsanwaltschaft einzuschalten. Sie fügte aber hinzu: "Ich sehe es heute so, dass es klüger gewesen wäre."

"Es ist eine Schande"

Der SPD-Obmann Martin Schäfer betonte, die Fehler in der Klinik seien abgestellt worden. Jetzt müsse das Gutachten abgewartet werden, das die Behörde bei einem externen Prüfer in Auftrag gegeben habe. "Alles andere ist nur noch zwei Tage von Relevanz", sagte er mit Blick auf die Bürgerschaftswahl am Sonntag (14.02). "Es ist eine Schande, dass diese Farce abgezogen werden musste." Bei Enthaltung der SPD-Mehrheit beschloss der Ausschuss einen Antrag, mit dem der Senat aufgefordert wird, alle Akten zu den Bestrahlungsfehlern vorzulegen.

Staatsanwaltschaft ermittelt

Die Klinik hatte in den letzten Wochen eine zu geringe Bestrahlung von zehn schwer kranken Krebspatienten zwischen 2010 und 2013 eingeräumt. Sieben von ihnen seien inzwischen gestorben, allerdings nicht infolge der zu geringen Dosierung. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen drei Ärzte und einen Physiker des Krankenhauses wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Körperverletzung und fahrlässigen Tötung.

(dpa)

comments powered by Disqus