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Radio Hamburg

Wahl digital

Das interessiert den Wähler online

Hamburg, 30.01.2015
Wahl-O-Mat

Wahl digital funktioniert nur, wenn unabhängige Institutionen dahinter stehen, so eine Forschungsgruppe aus Berlin.

Twitter, Facebook & Co.: Viele Menschen wollen online nichts von Politik wissen und vertrauen eher unabhängigen Quellen wie dem Wahl-O-Mat.

Ole Thorben Buschhüter kann online. Sein Abstimmungsverhalten in der Bürgerschaft, Fotos für das Twitter-Profil, Weihnachtsgrüße auf der Webseite - wer wissen will, wie der Politiker arbeitet, wird im Internet schnell fündig. Bei "abgeordnetenwatch.de" hat kein Hamburger Abgeordneter mehr Bürgerfragen beantwortet als der SPD-Mann. Ein Einzelfall ist Buschhüter allerdings nicht. Seit Jahren müht sich die Politik um die richtige Ansprache im Web, gerade im Wahlkampf. Aber hat die digitale Wahlmaschinerie überhaupt Erfolg?

Wer nutzt Social Media am meisten?

Die Spitzenkandidaten für die Hamburger Bürgerschaftswahl am 15. Februar verfolgen unterschiedliche Strategien. Während Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) twittern lässt, ist CDU-Herausforderer Dietrich Wersich bei dem Kurznachrichtendienst nicht vertreten.

Zum Trendthema in den sozialen Netzwerken schaffte es kürzlich FDP-Frontfrau Katja Suding - wenn auch nicht ganz freiwillig. Die "Tagesschau" handelte sich mit einem Schwenk auf Sudings Beine Sexismus-Vorwürfe ein, ARD-Chefredakteur Kai Gniffke entschuldigte sich für die Aufnahme. Suding selbst reagiert gelassen: "Das passiert nicht zum ersten Mal, ich kann damit umgehen", sagt sie. "Die Aufmerksamkeit in den sozialen Medien nutze ich gern, um unsere Botschaften rüberzubringen." Die Zahl ihrer Twitter-Follower und Facebook-Freunde stieg nach dem Vorfall spürbar.

Die Kandidatin mit den meisten Tweets ist aber Grünen-Landeschefin Katharina Fegebank. Sie gewährt auch schon mal Blicke hinter die Kulissen. "Die sozialen Medien sind zunehmend wichtiger geworden", sagt Fegebank.  83 Fragen hat der 39-jährige

Wähler: Angst vor Manipulation

Tatsächlich werden die Angebote, sich online mit Parteien und Kandidaten auseinanderzusetzen, skeptischer gesehen als viele Kampagnenleiter es sich wünschen. Das zeigt ein Forschungsprojekt der Freien Universität Berlin während des Bundestagswahlkampfs 2013. Die Wahlkämpfer gehen demnach davon aus, dass die potenziellen Wähler den Dialog im Netz suchen. Doch genau das lehnen viele aus Angst vor Manipulation ab. Sie suchen unabhängigere Informationen etwa bei der Wahlhilfe "Wahl-O-Mat".

Lest auch: Wahl-O-Mat: Welche Partei passt am besten zu Dir?

Der Wahl-O-Mat gibt Dir Orientierung im Wahlkampf-Dschungel rund um die Bürgrschaftswahl in Hamburg am 15. Februa ...

Für Grünen-Kandidat Maximilian Bierbaum ist das schöne, dass die Kommunikation im Netz keine Einbahnstraße ist, sagt Bierbaum. Eine Vorstellung, die häufig zu hören ist: Das Internet als demokratisches Medium, als Kontaktbörse zwischen Volk und Politik.

Dabei zeigt die Studie: Viele Nutzer haben gar kein Interesse daran, sich im Internet politisch zu identifizieren. Bei Facebook Fan einer amerikanischen Fast-Food-Kette zu sein, sei weitaus unkomplizierter als sich mit einer Partei zu verbinden, sagen sowohl Wähler als auch Wahlkämpfer.

(dpa/aba)

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