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Radio Hamburg

Brand in Rosengarten

Leiche des zweijährigen Mädchens gefunden

Rosengarten/Buchholz, 19.12.2013
Rosengarten, Brand, Feuer

Traurige Gewissheit: Die Leiche der bisher vermissten Zweijährigen wurde aus dem abgebrannten Haus geborgen.

Nach dem verheerenden Brand in einem Doppelhaus in Rosengarten hat die Polizei am Nachmittag die Leiche des vermissten zweijährigen Mädchens gefunden.

In der Nacht zu Donnerstag (19.12.) war das Haus einer sechsköpfigen Pflegefamilie in Rosengarten aus unbekannter Ursache in Flammen aufgegangen.

11jähriger Junge tot aus Haus geborgen

Feuerwehrleute konnten einen elfjährigen Jungen nur noch tot aus den Flammen holen. Die 49 Jahre alte Pflegemutter wurde von Feuerwehrleuten aus den Flammen gerettet und kam mit schwersten Brandverletzungen in ein Krankenhaus. Ein neunjähriger Junge befand sich bei Eintreffen der Rettungskräfte bereits außerhalb des Gebäudes, Nachbarn hatten ihn von einem Vordach gerettet. Mehrere Anrufer hatten die Feuerwehr alarmiert und auch von Hilfeschreien aus dem Haus berichtet. Der Pflegevater (51) hielt sich mit dem vierten Kind, einem zwölf Jahre alten Jungen, bei Verwandten in Süddeutschland auf. Die Nachbarin der zweiten Haushälfte brachte sich selbst in Sicherheit.

Lest auch: Feuer-Drama in Rosengarten: Mindestens ein Kind bei Brand gestorben

Bei einem Feuer in einem Einfamilienhaus in Rosengarten ist in der Nacht ein 11-jähriger Junge ums Leben gekommen ...

Anteilnahme von Nachbarn

In der Siedlung herrschte nach dem Unglück stilles Entsetzen. Bei Tagesanbruch kamen Anwohner in die Straße am Dorfrand, blieben im Nieselregen stehen und schauten fassungslos auf die verkohlte Ruine, hinter der sich freie Natur mit Wiesen und Feldern öffnet. An den Zaun hängten Nachbarn ein Pappschild mit Namen und kurzen Texten wie "Ihr seid so eine tolle Familie" oder "Maxi, es tut mir so leid". Mehrere Feuerwehren aus den umliegenden Orten seien mit etwa 150 Einsatzkräften angerückt, sagte ein Sprecher des Landkreises. Sie konnten nicht verhindern, dass eine Hälfte des Hauses vollständig ausbrannte und die andere Hälfte beschädigt wurde. Mehrere Notärzte und etwa 20 Rettungskräfte kümmerten sich um die Opfer. Nach dem Löscheinsatz arbeiteten sich Feuerwehrleute auf der Suche nach dem vermissten Kleinkind durch die Ruine.

 

Erschwerte Löscharbeiten

Der Schaden beträgt nach einer ersten Schätzung mindestens 300.000 Euro. Die Hitze des Feuers war so groß, dass sich die Flammen über das Dach in die zweite Hälfte des verklinkerten Hauses durchfraßen und das Obergeschoss zerstörten. Als die Feuerwehr nach Mitternacht eintraf, schlugen bereits Flammen aus den Fenstern des Erdgeschosses. Nachdem die Mutter gerettet war, konnten die Helfer wegen der Temperaturen nicht weiter in das Haus vordringen. Nach Medienberichten wurde die Brandbekämpfung durch verschlossene Rollläden an den Fenstern und eine Solaranlage auf dem Dach erschwert.

(dpa/mgä)