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Radio Hamburg

Überfall auf Juwelier Hansen

Warum dürfen Fotos der Täter nicht genutzt werden?

Hamburg, 22.10.2014
Überfall Juwelier Hansen

Beim Überfall auf den Juwelier Hansen in der Hamburger Innenstadt sind die Täter offenbar nicht maskiert gewesen.

Die Fotos der Täter, die am Montag (20.10.) den Juwelier Hansen in der Hamburger Innenstadt überfallen haben, dürfen nicht veröffentlicht werden. 

Laut der Polizei liegt die exakte Schadensliste zwar noch nicht vor, doch fest steht, dass die beiden Männer, die am Montag (20.10) den Juwelier Hansen an den Großen Bleichen überfielen, einen Millionenraub erbeuten konnten. Der Verkaufswert der geraubten Uhren liegt bei knapp einer Million Euro.

Kein Gerichtsbeschluss für Bilder aus Überwachungskamera

Die Täter konnten noch nicht von den Sicherheitsbehörden gefasst werden. Unter anderem, weil die Bilder aus den Überwachungskameras noch nicht veröffentlicht werden konnten, da ein entsprechender Gerichtsbeschluss fehle. Die Bilder aus den Überwachungsvideos, die der Polizei vorliegen, sind zwar von bester Qualität, doch seien den Beamten die Hände gebunden, wie es von Seiten der Polizei heißt. Der Landesvorsitzender des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK) Jan Reinecke übte scharfe Kritik daran: "Wenn es sich nicht um eine taktische Maßnahme handelt, halte ich es für eine Fahrlässigkeit", so Reinecke.

In aller Ruhe ausgeraubt

Die beiden Täter waren bestens vorbereitet. Einer von ihnen gab sich vor Tat bereits zwei Mal als Kaufinteressant der Uhren in dem Juweliergeschäft aus. Dadurch konnte er nicht nur die Räume des Ladens genauestens ausspähen, sondern sich auch das Vertrauen der Verkäufer sichern. Als er dann am besagten Tag mit seinem Komplizen an der Sicherheitstür klingelte, wurde er als bekannter Kaufinteressent hereingelassen. Bevor die beiden Männer einen Waffe zogen, die zwei Verkäuferinnen bedrohten und das Geschäft ausraubten, ließen sie sich die Uhren der Marke "Patek" in aller Ruhe zeigen.

Fotostrecke: Überfall auf Juwelier Hansen - Polizei nimmt Ermittlungen auf

Polizei findet Motorroller

Die Täter waren unmaskiert und flüchteten auf Motorrollern. Diese wurden inzwischen gefunden, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Trotz eines Großeinsatzes der Polizei waren die beiden Räuber auch am Dienstag noch auf der Flucht.

Ähnlicher Überfall 2013

Im November 2013 war es zu einem ähnlichen Überfall auf einen anderen Hamburger Juwelier gekommen. Die Täter erbeuteten damals Uhren im Wert von 100.000 Euro. Für den Juwelierladen, der dieses Jahr seinen 200. Geburtstag feiert, war es nicht der erste Überfall. So raubten Männer Anfang der 90er Jahre auf ähnliche Weise die Vitrinen aus und flüchteten mit einer Beute im Wert von rund 800.000 Euro, sagte die Geschäftsführerin.

Zusammenhang mit Überfall in Kiel?

In Kiel schlugen zwei unmaskierte Räuber jüngst die Mitarbeiter eines Pfandhauses nieder und fesselten sie. Die Verbrecher erbeuteten Schmuck in Wert von einer halben Million Euro. Auch in Hamburg waren die Täter unmaskiert. Von einem der mutmaßlichen Täter in Kiel hat die Polizei ein Fahndungsfoto veröffentlicht. Die Polizei prüft mögliche Zusammenhänge.

So werden die Täter beschrieben

Täter 1: 
- etwa 180 cm groß und schlanke Statur 
- 45-50 Jahre alt 
- kurze, dunkle, grau melierte Haare 
- bekleidet mit Jeanshose und grauem Pullover 
- vermutlich Osteuropäer 
- flüchtete mit hellem Motorroller

Täter 2: 
- 170-175 cm groß und kräftige Figur 
- 25-30 Jahre alt 
- kurze, dunkle Haare 
- dunkle Oberbekleidung 
- hielt einen Revolver in der Hand 
- nutzte einen dunklen Motorroller zur Flucht

Wenn Ihr Hinweise zu dem Überfall oder den Tätern habt, wendet Euch bitte an die Verbindungsstelle im Landeskriminalamt unter der Telefonnummer 4286-56789.

(aba)

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