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Radio Hamburg

Baby fast totgeschlagen

26-jähriger Vater wegen Kindesmisshandlung verhaftet

Hamburg, 30.04.2015
Finkenwerder, 26-jähriger Vater, Säugling, Kindesmisshandlung

Der 26-jährige Vater wurde am Mittwochmorgen (29.04) in Finkenwerder festgenommen.

Er soll seinen zwei Monate alten Sohn beinahe totgeschlagen haben. Ein 26-Jähriger aus Hamburg-Finkenwerder steht nun vor dem Haftrichter.

Der neue Fall von schwerer Kindesmisshandlung sorgt auch für eine Kontroverse in der Bürgerschaft.

Körperverletzung und Drogendelikte

Wegen des Verdachts der schweren Misshandlung seines zwei Monate alten Sohns wird gegen den 26-jährigen Vater aus Hamburg-Finkenwerder ermittelt. Der 26-Jährige wurde am Donnerstag (30.04) einem Haftrichter vorgeführt. Es geht um versuchten Totschlag. Der Mann sei bereits mit Körperverletzung, Diebstahl und Drogendelikten in Erscheinung getreten, sagte ein Polizeisprecher. 

Säugling mit lebensgefährlichen Kopfverletzungen im Krankenhaus

Der zwei Monate alte Junge war am Mittwoch (29.04) mit lebensgefährlichen Kopfverletzungen in eine Spezialklinik gebracht worden. "Sein Zustand hat sich stabilisiert, soweit man das bei einem Säugling sagen kann", sagte der Sprecher. Die Polizei hatte den betrunkenen Vater am Mittwoch festgenommen. Er hatte angegeben, durch das Geschrei des Säuglings geweckt worden zu sein und das Kind dann in den Arm genommen zu haben. Dann sei es bewusstlos geworden. Durch eine leichte Ohrfeige sollte der Säugling demnach wieder zu sich kommen. Dann habe er die Mutter gerufen und die Rettungskräfte alarmiert. Die 30 Jahre alte Mutter begann laut Polizei mit Wiederbelebungsmaßnahmen, die der Notarzt fortsetzte.

Familie von Jugendamt betreut?

Die Familie wurde nach Presseberichten seit der Geburt des Kindes vom Jugendamt betreut. Eine Einrichtung für frühe Hilfen schickte einmal pro Woche jemanden vorbei. Es wurde auch darauf geachtet, dass die Besuche beim Kinderarzt eingehalten werden. Die CDU-Bürgerschaftsfraktion forderte umfassende Aufklärung vom zuständigen Bezirksamt Mitte. "Es schockiert mich zutiefst und macht mich sehr betroffen, dass wieder ein Kind in Hamburg Opfer von schwerster Kindesmisshandlung geworden ist", erklärte der familienpolitische Sprecher der CDU, Philipp Heißner. Er erinnerte daran, dass in den vergangenen Jahren im Bezirk Mitte schon drei weitere Kinder, die unter Aufsicht des Jugendamtes standen, ums Leben kamen. 

Lest auch: +++ Kommentar +++: Wie kann man nur ein Baby misshandeln?

Wie unglaublich krank muss man sein, sein zwei Monate altes Baby zu schlagen? Ich kriege mich einfach nicht mehr ...

Kurz vor Weihnachten 2013 war die dreijährige Yagmur nach monatelangen Misshandlungen durch ihre Mutter gestorben. Ein Untersuchungsausschuss der Bürgerschaft hatte zahlreiche Fehler der Behörden im Umgang mit Yagmur aufgedeckt. Die Linke erklärte, tragische Einzelfälle dürften nicht für populistische und parteipolitische Schnellschüsse missbraucht werden. "Ich warne vor Vorverurteilung und vor allem vor politischer Instrumentalisierung ohne genaue Kenntnisse der Situation der Familie
und der sie begleitenden Hilfsmaßnahmen", sagte die Familienpolitikerin der Linken, Sabine Boeddinghaus. Ein Sprecher des Bezirksamts Mitte erklärte, die internen Abläufe beim Jugendamt in dem Fall würde zurzeit überprüft. "Da sind wir dran." Vordringlich sei aber die Zusammenarbeit mit den Ermittlungsbehörden.

(dpa/mgä)

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