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Radio Hamburg

Übergriffe an Silvester

Inzwischen 70 Anzeigen - Opfer auch am Jungfernstieg

Hamburg, 07.01.2016
Alsterhaus, Hamburg, Jungfernstieg

Auch der feine Jungfernstieg in der Hamburger City wurde an Silvester zum Tatort.

Noch immer gehen bei der Hamburger Polizei Strafanzeigen von Frauen wegen sexueller Übergriffe ein. Tatort ist aber nicht nur der Kiez, sondern auch der Jungfernstieg.

In der Silvesternacht sind junge Frauen in Hamburg nicht nur an der Reeperbahn auf St. Pauli, sondern auch am Jungfernstieg in der Neustadt von Männergruppen sexuell belästigt worden. Das bestätigte die Polizei am Donnerstag (07.01.). Auch Innensenator Michael Neumann (SPD) sprach auf NDR 90,3 von erschreckenden Szenen, "sei es auf der Reeperbahn, sei es am Jungfernstieg". 

Gleiche Vorgehensweise

Die Zahl der Anzeigen stieg auf insgesamt 70. Tatort war in den meisten Fällen die Große Freiheit an der Reeperbahn, es seien aber auch drei Taten am Jungfernstieg begangen worden, teilte ein Polizeisprecher mit. Die Vorgehensweise sei an beiden Tatorten die gleiche gewesen. Die jungen Frauen seien in allen Fällen sexuell belästigt worden, 23 von ihnen wurden auch bestohlen oder beraubt, zudem wurden zwei Fälle von Körperverletzung angezeigt.

Alle Opfer sollen sich melden

Zum Verlauf der Ermittlungen sagte der Sprecher: "Wir haben noch keine zweifelsfrei ermittelten Tatverdächtigen." Die Polizei sei noch dabei, das Bildmaterial auszuwerten und Zeugen und Opfer zu befragen. Die Opfer hätten die Täter als "südländisch oder arabisch aussehend" beschrieben. Polizeivizepräsident Reinhard Fallak hatte am Mittwoch (07.01.) gesagt, die Taten seien zu einem Teil von arabisch-sprechenden Männern begangen worden. Das hätten Zeugenaussagen ergeben. "Wichtig für uns ist, dass sich alle Opfer melden", sagte der Polizeisprecher. Er unterstrich, dass es sich bei den Taten, bei denen junge Frauen von einer Gruppe Männer umzingelt und sexuell belästigt und auch bestohlen werden, um ein neues Phänomen handele. Auch auf anderen Veranstaltungen wie dem Hafengeburtstag habe es immer wieder Belästigungen und Diebstähle gegeben, aber nicht in der vorliegenden Form. Neumann sagte: "Das sprengt meine Vorstellungskraft, ein Phänomen, das wir so in Hamburg noch nicht kannten."

Schnellere Abschiebung nicht ausgeschlossen

Die Polizei kündigte eine Erhöhung ihrer Präsenz im Vergnügungsviertel auf St. Pauli an. Am Wochenende werde eine mobile Videoüberwachung genutzt werden. Die Hamburger Polizei wird nach den Worten des Innensenators "eine klare Kante fahren". "Wir werden auch unsere Konsequenzen ziehen, so dass also - um es mal so deutlich zu sagen - die Reeperbahn in Zukunft so sicher sein wird wie nie vorher", sagte Neumann. Sollte sich herausstellen, dass es sich um ausländische Täter handelt, so schloss er eine schnellere Abschiebung nicht aus. "Da darf es auch kein Federlesen und keine falsche Humanität geben." (dpa/apr)

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