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Radio Hamburg

"Ich gehe mit Dir nicht mit"

So schützt Ihr Eure Kinder vor Fremden

Hamburg, 10.05.2017
Misshandlungen, Gewalt, Kind

Kinder im Umgang mit Fremden sensibilisieren, ist das oberste Ziel.

Das ist die Angst aller Eltern. Kinder die von Fremden angesprochen werden und mit denen auch mitgehen. So könnt Ihr Eure Kinder schützen.

Gerade gibt es in Schenefeld wieder diesen Fall. Die Polizei sucht Zeugen, nachdem ein Kind auf der Straße von einem Unbekannten angesprochen und gelockt wurde. Der Albtraum aller Eltern. Aber wie bereitet man am besten ein Kind darauf vor ohne ihm unnötig Angst zu machen. Sensibilisieren heißt das Thema. Es geht heute nicht mehr darum, den Kindern den Kontakt zu Fremden zu verbieten. Das könnte in einer Notsituation sogar gefährlich sein, denn manchmal braucht man ja Hilfe von Fremden. Es geht vielmehr darum, dem Kind ein Gefühl zu vermitteln, welche Aussagen falsch oder welche Handlungen bedrohlich sind.

Bücher klären auf

Schon für die Kleinen ab 3 Jahre gibt es Bücher wie "Connie geht nicht mit Fremden mit", die spielerisch das Thema vermitteln, interaktiver gibt's das Ganze natürlich auch als YouTube-Videos. Auch Schauspielerin Veronica Ferres hat dazu ein Buch veröffentlicht "Nein, mit Fremden geh ich nicht". Die Bücher muss man nicht dauernd zur Hand nehmen, aber die Kinder fragen schon selbst nach, wenn sie das Thema interessiert oder beschäftigt.

Smart Watch für Kinder

Nicht nur die Erwachsenen haben eine, auch für Kinder gibt es mittlerweile eine Smart Watch. Die Funktionen sind allerdings gerade für Schulkinder ganz sinnvoll, die meist oft allein von oder zur Schule laufen. Die Smart Watch hat ein integriertes Tracking-System, mit dem Eltern sehen können, wo sich ihr Kind gerade befindet und es orten. Zusätzlich gibt es einen SOS-Knopf mit dem man direkt die Eltern oder, wenn eingespeichert, die Polizei erreichen kann ohne umständlich eine Nummer zu wählen. 

Richtig rufen

In der Situation kommt es auf das richtige Alarmieren an. Mittlerweile reagiert doch schon fast niemand mehr, wenn ein Kind laut schreit oder "Hilfe" ruft. Besser ist es, dem Kind beizubringen "Feuer" zu rufen, wenn es sich bedroht oder unwohl fühlt. Das schreckt mehr Menschen auf.

Tricks lernen

In "Sicher stark" oder "Giraffen" Kursen lernen Kinder bereits in der Kita, wie sie sich gegenüber Fremden verhalten. Es fängt schon beim Gehweg-Wechsel an, wenn sie von Fremden aus dem Auto angesprochen werden. Aber auch die Bedrohung aus dem Internet und der Umgang mit den eigenen Daten ist Thema.

Das Petze Institut in Kiel hat sich auf die Stärkung der Kinder spezialisiert, klärt auf über Gewalt gegen Kinder und wie Ihr die Kids und sie sich selbst schützen können. Hier findet Ihr diverse Anlaufstellen deutschlandweit, die Euch bei dem Thema helfen können. 

Links zum Thema Kinderschutz

(aba)