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Radio Hamburg

A7 Ausbau

"Nadelöhr Hamburg bleibt"

Harislee, 14.01.2014
A7-Ausbau, Screenshot Google Maps

Der Ausbau der A7 soll im Herbst 2014 beginnen.

Vor Beginn des A7-Ausbaus im Herbst gibt es viele Befürchtungen. Kommt es zum Chaos im Urlaubs- und Transitland Schleswig-Holstein?

Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Meyer will mit umfangreichen Informationen gegensteuern.

Infoveranstaltung zum A7-Ausbau

Schwertransporte bis zu einem Gesamtgewicht von 84 Tonnen können künftig unter Auflagen wieder die Rader Hochbrücke befahren. Das hätten die Zwischenergebnisse der statischen Untersuchungen ergeben, so Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD). Die Gesamtüberprüfung der Rader Hochbrücke und eine Aussage über die zu erwartende Restlebensdauer wird nach Meyers Aussage jedoch noch bis Mitte des Jahres dauern. Das gab Meyer am Montag (13.01.) auf einer Informationsveranstaltung zum A7-Ausbau in Harrislee bei Flensburg an. Meyer strebt zudem an, dass Transportgenehmigungen künftig von einer zentralen Stelle im Land erteilt werden.

Im Juli 2013 war bei Sanierungsarbeiten festgestellt worden, dass die Pfeiler der 1972 fertiggestellten Brücke marode waren. Bis Anfang November war die  Brücke daraufhin für Lastwagen und Busse komplett gesperrt.

Meyer warnt vor Panikmache

Im Vorfeld des Ausbaus der A7 in Hamburg und Schleswig-Holstein setzt Meyer auf Transparenz und warnt vor Panikmache. "Wir brauchen viel Management", sagte der Minister. Unter anderem solle ein gemeinsamer Koordinator für die beiden Bundesländer für die Dauer der Bauzeit von Herbst 2014 bis 2018 eingesetzt werden. Meyer sagte, er teile Befürchtungen der Logistikbranche. Falsch sei es aber, den Eindruck zu erwecken, dass nun auch Touristen ausbleiben würden.

"Wir brauchen den A7-Ausbau", bekräftigte Meyer und erteilte Alternativen wie einem Verschieben der Arbeiten eine Absage. "Das Nadelöhr Hamburg bleibt." Während der Bauarbeiten solle unter anderem durch einen erhöhten Takt bei Bahnverbindungen zwischen Hamburg und Kiel und Hamburg und Flensburg eine Entlastung erreicht werden.

Beginn des Ausbaus im Herbst 2014

Bernd Rothe von der DEGES (Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH) berichtete von ersten Zwischenergebnissen in der Planung: Demnach sei ein besonderer Engpass in Hamburg zwischen dem Kreuz Nordwest und der Anschlussstelle (AS) Stellingen zu erwarten. Der Beginn des Ausbaus erfolgt im Herbst 2014 bei Bordesholm. Zwischen zwei Bauabschnitten seien sogenannte Erholungsabschnitte mit einer Länge von fünf Kilometern geplant, erläuterte Rothe.

 

300 Millionen Euro Baukosten allein für Schleswig-Holstein

Nach Angaben des Verkehrsministeriums betragen die reinen Baukosten allein auf der schleswig-holsteinischen Seite 300 Millionen Euro. Die Informationsveranstaltung in Harrislee war bereits die zweite zum A7-Ausbau. 120 Unternehmer und Verbandsvertreter nahmen nach Ministeriumsangaben an der vom Land, der DEGES, der IHK Flensburg und der Logistik Initiative Schleswig-Holstein organisierten Veranstaltung teil.

Landwirte wollen gegen A7-Deckel klagen

Die A7 soll zwischen Elbtunnel und Bordesholm um jeweils zwei weitere Spuren erweitert werden. Die letzten Bauarbeiten sollen voraussichtlich erst im Jahr 2021 abgeschlossen werden. In Hamburg sollen zudem drei große Lärmschutzdeckel über der A7 gebaut werden. Nach Informationen des "Hamburger Abendblatt" haben sich mehrere Hamburger Landwirte zu einer Klagegemeinschaft zusammengeschlossen. Wegen des A7-Deckels sollen Äcker in Naturschutz-Ausgleichsflächen umgewandelt werden.

(dpa/mgä)

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