Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Nach dem GDL-Streik

Brandanschläge bei der Deutschen Bahn

Hamburg, 09.11.2014
Signalanlage Deutsche Bahn

Die Bahn hat mit Brandanschlägen auf unter anderem Signalanlagen zu kämpfen.

Als ob der Streik der GDL nicht schon genug wäre, jetzt muss die Deutsche Bahn auch noch mit Brandanschlägen fertig werden.

Brandanschläge auf das Bahn-Netz und Nachwirkungen des Lokführer-Streiks haben am Wochenende zu starken Beeinträchtigungen im Bahn-Verkehr geführt. Nach Angaben einer Bahn-Sprecherin fuhr im Fernverkehr in Norddeutschland nur jeder dritte Zug, im niedersächsischen Regionalverkehr nur jeder zweite.

Unbekannte Täter hatten am Samstag auf Kabelschächte an Bahnstrecken im niedersächsischen Bad Bevensen, Bremen und Karstädt in Brandenburg Brandanschläge verübt. Zu den Anschlägen bekannten sich im Internet "Autonome Gruppen". Sie wollten mit der Sabotage nach eigenen Angaben an den Tod eines Franzosen bei einem Castor-Transport aus dem französischen La Hague ins Atommüll-Zwischenlager Gorleben vor zehn Jahren erinnern. Wegen der Feuer fielen die Stellwerke in Hamburg, Kiel und Lübeck, die Signalanlagen sowie der Funkverkehr zu den Zügen für mehrere Stunden aus. Die Lokführer mussten langsamer fahren und sich über Handy verständigen.

Die Anlagen in Bad Bevensen und Bremen konnten nach Angaben der Bahn-Sprecherin zwar schon am Samstagabend wieder repariert werden. Allerdings konnte der am Samstag eingeführte Notfahrplan nicht so schnell wieder rückgängig gemacht werden. Auch Nachwirkungen des zu Ende gegangenen Lokführer-Streiks beeinträchtigten den Verkehr. Der Schaden im brandenburgischen Karstädt bei Wittenberge war am Sonntag noch nicht behoben. "Einzelne Ersatzteile müssen noch beschafft werden", sagte die Bahnsprecherin. Auf der Strecke Berlin-Hamburg kam es demnach zu Verspätungen von bis zu 15 Minuten, weil die Züge nur langsam am Brandort vorbeifahren konnten. Die Schäden in Karstädt sollen im Laufe des Montags behoben werden.

Staatsschutz übernimmt Ermittlungen

Nach der Veröffentlichung des Bekennerschreibens hatten Staatsschutzabteilungen der Landespolizei die Ermittlungen von der Bundespolizei übernommen. In Brandenburg wurde eine eigene Ermittlungsgruppe beim Landeskriminalamt gebildet. Auch die Staatsanwaltschaft Lüneburg nahm Ermittlungen auf. Zur Schadenshöhe konnte die Bahnsprecherin am Sonntag noch keine Angaben machen.

Ausfall des Handy-Netzes

Betroffen waren nicht nur Bahn-Kunden, sondern auch Handy-Nutzer. Weil in den Kabelschächten auch Mobilfunkleitungen liegen, konnten laut Vodafone knapp 70.000 Kunden des Unternehmens im Großraum Bremen und Oldenburg am Samstag stundenlang nicht telefonieren.

 

(dpa/aba)

comments powered by Disqus