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Radio Hamburg

Batsch!

Warum nur ging mir auf der Autobahn ein Licht auf?

Hamburg, 16.04.2015
Auto Blitzer Gegenlicht

Autobahnfahrt zum Moment der Erleuchtung.

Beim Gedanken an letzten Sonntag bin ich immer noch etwas hin- und hergerissen zwischen Schuldbewusstsein und Uneinsichtigkeit.

Ich bin nun wahrlich kein Temposünder. Im Gegenteil, aggressive Fahrer, Rechtsüberholerei und Raserei machen mich …rasend *ba dum tss*. Bisher wurde ich einmal in meinem Leben geblitzt, das war 2007 und ich fuhr durch einen Landstraßenabschnitt, in dem 50 km/h erlaubt waren, mit ungefähr 65 km/h. Naja, passiert, ich kam natürlich mit wenig Bußgeld davon und die Sache war vom Tisch. Vielen tausend Fahrern wird es heute (16.04.) bei Europas "Blitzmarathon" ähnlich ergehen: Ärgerlich, aber kein Weltuntergang.

Verzweifelte Suche nach dem Sinn

Vergangenen Sonntag fuhr ich dann bei schönstem Wetter von Fulda, wo ich über’s Wochenende Freunde besucht hatte, zurück nach Hamburg. Es war wenig los auf der A7 und die Fahrbedingungen waren irgendwo zwischen angenehm und exzellent. Im Bereich Göttingen (ich weiß nicht mehr ganz genau, wo das war) stand dann auf einmal so ein 100-Schild. Das kommt auf der Strecke öfters vor, aber in diesem und einigen anderen Fällen habe ich mich sofort gefragt: "Hm ok - und wieso?!" Auf der akribischen Suche nach der Ursache für das Tempolimit kam ich beim besten Willen einfach zu keinem Ergebnis. Bei Baustellen, Fahrbahnverengungen, schlechtem Straßenbelag, gefährlichen Kurven oder sonstigen Gefahrensituationen bin ich der Letzte, der sich gegen Tempodrosselungen ausspricht – aber bei diesen perfekten Autobahnbedingungen (viel schöner und sicherer geht es einfach nicht!) fehlt mir jedes Verständnis.

Pech-Moment

Es kam, wie es kommen musste: Ich erhielt sozusagen für den Bruchteil einer Sekunde die Erleuchtung. Kurzer Blick auf den Tacho: Die Nadel zitterte irgendwo im Bereich 130 km/h umher… ups. Meine augenblickliche Reaktion erspare ich Euch mal im Wortlaut.

Ich dürfte mir damit jedenfalls meinen ersten Scorerpunkt in Flensburg erarbeitet haben und mein Kontostand wird demnächst wohl außerdem 70 oder 80 Euro hinterhertrauern.

Aber was soll das?

Um ehrlich zu sein: Ich komme nicht umhin, der öffentlichen Hand an dieser und einigen anderen Stellen reine Schikane zu unterstellen. Unter dem Deckmantel der Sicherheitsgewährleistung wird meinem Eindruck nach abgezockt und man kann nichts tun, außer sich dieser Willkür zu fügen. Ich kann mir bildlich vorstellen, wie regelmäßig lukrative Verkehrssituationen geradezu händereibend inszeniert werden.

Der Bund der Steuerzahler zeigt Verschwendungen und unrechten Umgang mit Steuergeldern an und die Verbraucherzentrale schützt vor Konsumgefahren - gut! Zuständigkeiten für augenscheinliche "Abzockblitzer" oder punktuelle Verkehrsregelungen ohne Sinn und Verstand gibt es dagegen nicht. Wer dem Verkehrsteilnehmer also Böses will, wird das ungehindert tun – oder?

Zum Schutz der Umwelt sind ja auch schon seit einigen Jahren generelle Tempolimits auf deutschen Autobahnen im politischen Gespräch. Wie passt dieses ehrenwerte Ziel denn zu dem konstruierten Zustand, dass dem Verkehrsfluss besonders auf Autobahnen ständig der Stecker gezogen wird, weil immer wieder unnötig abgebremst und energieintensiv hochbeschleunigt werden muss? Ist das nicht vielleicht etwas doppelmoralisch oder übertreibe ich jetzt?

Ein uneinsichtiger Verkehrsgefährder?

Selbst bei ca. 30 km/h Geschwindigkeitsüberschreitung bin ich in diesem Fall noch irgendwie, naja, ich will jetzt nicht sagen starrsinnig oder verbohrt… aber doch schon ein bisschen bockig, das trifft es vielleicht.

Liebe Autofahrer, während ich mich langsam beruhige: Diese Verfahren sind doch in keiner Weise auf das Bestrafen ernsthaft gefährlichen Fahrens im Sinne der allgemeinen Sicherheit ausgerichtet, oder? Wie seht Ihr das? Reine Schikane oder echte Vorsichtsmaßnahme? Kennt Ihr permanente, unbegründete Hamburger "Abzockstellen", vor denen es sich zu warnen lohnt?

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