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Radio Hamburg

Verkehrsbilanz 2014

Eine "Katastrophe": 38 Verkehrstote in Hamburg

Hamburg, 07.04.2015
Ampel, Verkehr

Rote Ampeln werden zu oft ignoriert.

Innensenator Neumann will als eine Konsequenz aus der Verkehrsbilanz 2014 künftig härter gegen Tempo- und Rotlichtverstöße vorgehen.

In Hamburg sind im vergangenen Jahr deutlich mehr Menschen im Straßenverkehr ums Leben gekommen als 2013. Insgesamt seien 38 Frauen und Männer getötet worden, sagte Polizeipräsident Ralf Martin Meyer bei der Präsentation der Verkehrsbilanz 2014. Das seien 12 mehr als im Jahr zuvor. Kinder seien im vergangenen Jahr im Straßenverkehr nicht gestorben.

Die Zahl aller registrierten Unfälle stieg den Angaben zufolge 2014 geringfügig um 1,1 Prozent auf 65.703, die der Verletzten um 4,6 Prozent auf 9910. Bei den Getöteten habe es sich in 29 der 38 Fälle um im Vergleich zu Autofahrern kaum geschützte Fußgänger, Fahrradfahrer oder Motorradfahrer gehandelt. Wesentliche Ursachen für die tödlichen Verkehrsunfälle waren laut Meyer zu hohes Tempo (18 Fälle), falsches Abbiegen (9 Fälle) oder das Überfahren roter Ampeln (6 Fälle). In 17 Fällen seien die Getöteten Hauptverursacher des Unfalls gewesen. Nach Angaben des Leiters der Verkehrsdirektion, Ulf Schröder, kamen im vergangenen Jahr elf Radfahrer ums Leben, zwei mehr als 2013.

Härteres Vorgehen angekündigt

Bei Motorradunfällen starben zehn Menschen, ebenfalls zwei mehr als im Jahr zuvor. In vier Fällen trugen die Motorradfahrer die Hauptschuld an dem Unfall. In allen anderen Fällen traf sie laut Schröder etwa wegen überhöhter Geschwindigkeit zumindest eine Teilschuld. Innensenator Michael Neumann (SPD) nannte 38 Verkehrstote eine Katastrophe. Er kündigte an, härter gegen Tempo- und Rotlichtverstöße vorzugehen. Rote und grüne Ampeln seien "keine farbliche Untermalung des Radioprogrammes". Sie müssten auf jeden Fall beachtet werden.

Blitze an Ampeln

"Ich bin positiv wild entschlossen, das Thema Blitzen an Ampeln deutlich auszubauen", sagte Neumann. Gleichzeitig verwies er auf den ersten europaweiten Blitzmarathon am 16. April, an dem auch die Hansestadt teilnehmen werde. Erfreut zeigte sich Neumann, dass 2014 wie schon 2013 kein Kind im Straßenverkehr ums Leben gekommen und auch die Zahl der Unfälle von 599 auf 539 gesunken sei. Nicht eingerechnet sind dabei jedoch jene Unfälle, bei denen Kinder nicht aktiv am Straßenverkehr teilgenommen hatten, sondern etwa als Beifahrer in einen Unfall verwickelt wurden. Insgesamt erhöhte sich Zahl der verunglückten Kinder von 697 auf 709.

Neumann appellierte an Eltern, ihre Kinder nicht in Watte zu packen, sondern sie aktiv an den Straßenverkehr heranzuführen. Es bringe nichts, die Kinder mit dem SUV bis in den zweiten Stock der Schule bringen zu wollen, sagte Neumann. Das mache Kinder nicht sicherer, sondern vielmehr unsicherer im Straßenverkehr. (dpa)

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