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Radio Hamburg

Bahnstrecke Hamburg–Flensburg

Deutsche Bahn beginnt mit Lärmsanierungsmaßnahmen

Hamburg, 06.01.2015
Bauarbeiten Bahn, Zug

Aufgrund von Lärmsanierungen müssen sich Bahnfahrer auf der Strecke Hamburg-Flensburg auf Ausfälle und Verspätungen einstellen.

Ab Freitag (09.01.) fallen aufgrund von Baumaßnahmen zahlreiche Züge der Verbindung Hamburg Hbf–Flensburg zwischen Hamburg Hbf und Neumünster aus.

Die Deutsche Bahn erstellt im Rahmen des Programms "Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen des Bundes" ab Januar im ersten Bauabschnitt in Pinneberg und Halstenbek (Bahnstrecke Hamburg–Kiel) Lärmschutzwände .

Arbeiten in Pinneberg

Für die Fundamente der zwei Wände mit einer Länge von 936 und 644 Metern werden Stahlprofile in den Bahndamm eingebracht. Im Bereich der Halstenbeker Straße wird von Freitag, 9. Januar bis Montag, 9. Februar gearbeitet, und von Montag, 12. Januar bis Freitag, 6. Februar im Bereich Rethwiese.
Die Arbeiten für den zweiten Bauabschnitt in Pinneberg sollen im Oktober im Bereich Rehmen und Koppelstraße fortgesetzt werden.

Arbeiten in Halstenbek

In Halstenbek (Bahnstrecke Hamburg–Kiel) wird ebenfalls eine Lärmschutzwand mit einer Länge von 540 Metern errichtet. Für die Fundamente der Wände werden Stahlprofile in den Bahndamm eingebracht. Diese Arbeiten finden im Bereich Bogenweg von Freitag, 9. Januar bis Montag, 9. Februar statt. Die Lärmschutzwände sollen im kommenden Sommer fertig sein. 

Auf beiden Baustellen muss aufgrund der tagsüber dichten Zugfolge auf der Strecke teilweise auch nachts gearbeitet werden. 

Auswirkungen auf den Zugverkehr

Zahlreiche Züge der Verbindung Hamburg Hauptbahnhof–Flensburg fallen zwischen Hamburg Hauptbahnhof und Neumünster aus. Als Ersatz fahren die zeitnahen Züge der Verbindung Hamburg Hauptbahnhof –Kiel Hbf.
Viele Züge verspäten sich auf dem gesamten Laufweg um bis zu 20 Minuten.

Mehr Informationen

Reisende werden gebeten, die Änderungen bei ihren Reiseplanungen zu berücksichtigen. Über Lautsprecheransagen und Aushänge auf den Bahnhöfen werden die Fahrgäste über die Ersatzverbindungen mit Bussen sowie über die geänderten Fahrzeiten informiert. Detaillierte Informationen zu den Fahrzeiten erhalten Reisende im Internet unter www.bahn.de/bauarbeiten.

Schallschutzwände und passive Schallschutzmaßnahmen

Für den Bau der Lärmschutzwände werden moderne lärmgedämpfte Arbeitsgeräte eingesetzt. Trotzdem lassen sich Belästigungen durch Lärm und Staub auch nachts und an den Wochenenden leider nicht vermeiden. Zudem warnen Signalhörner die Arbeiter im Gleisbereich vor herannahenden Zügen. Die Warneinrichtungen werden von den Unfallkassen ausdrücklich gefordert und sind den Gegebenheiten entsprechend angepasst.
Nach Fertigstellung der Schallschutzwände wird sich der Lärm durch die vorbeifahrenden Züge deutlich verringern. Die Deutsche Bahn bittet alle Betroffenen um Verständnis für die mit diesen Arbeiten verbundenen Unannehmlichkeiten.
Zusätzlich kommen in Pinneberg in rund 285 Wohneinheiten passive Schallschutzmaßnahmen zum Einsatz. Dabei handelt es sich beispielsweise um den Einbau von Schallschutzfenstern und von Lüftern.

Programm "Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen des Bundes"

Seit 1999 wird die "Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen des Bundes" von der Bundesregierung gefördert. Damit wurde die finanzielle Möglichkeit geschaffen, Schallschutzmaßnahmen auch entlang vorhandener Schienenwege umzusetzen. Seit 2007 stehen dem Programm jährlich Haushaltsmittel in Höhe von 100 Millionen Euro zur Verfügung. Im Koalitionsvertrag ist eine Erhöhung der Mittel festgehalten. Nach dem Haushaltsentwurf sind ab 2014 120 Millionen Euro vorgesehen. Dazu kommen 40 Millionen Euro aus dem Sonderprogramm Lärmschutz Schiene für die Jahre 2013 und 2014, die im Rahmen des Infrastrukturbeschleunigungsprogramms II des Bundes zur Minderung des Lärms an Brennpunkten bereitgestellt werden. Bei der Lärmsanierung handelt es sich um eine freiwillige Leistung des Bundes. Mit der Realisierung der Maßnahmen ist die DB ProjektBau GmbH beauftragt.

(Deutsche Bahn/kru)

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