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Radio Hamburg

S3-Linie

Der Schienenersatzverkehr macht mich krank!

Hamburg, 05.08.2016
S-Bahn, Bahn, S3, Pinneberg

Verspätungen, Frust, aber zumindest ein Hauch Verständnis. Der Sommer 2016 plagt die Hamburger mit Sperrungen und Schienenersatzverkehr.

Morgens zwanzig Minuten früher als sonst aus dem Haus gehen und doch eine halbe Stunde zu spät auf der Arbeit erscheinen? Nein, das liegt nicht etwa an Pokémon GO, sondern viel mehr am Schienenersatzverkehr. Der macht’s möglich.

+++ Kommentar +++

Sperrung der Linie S3

Klar, Arbeiten am Gleis sind wichtig und müssen gemacht werden – und dennoch bekommt man allein beim Lesen des Wortes „Schienenersatzverkehr“ einen dicken Hals. Der HVV, die Bahn, der Metronom und was-weiß-ich-nicht-wer-alles da mit drin steckt, geben sich derzeit die größte Mühe, die Lücke zu füllen, die der Ausfall der S3/S31-Strecke zwischen Wilhelmsburg und Hammerbrook verursacht. Einige scheinen gut durch zu kommen, wenn man aber zur morgendlichen sowie der abendlichen Primetime von Heimfeld zum Hauptbahnhof und zurück fahren muss, tun sich da so einige Abgründe auf. Das ist zumindest meine persönliche Erfahrung.

Erst eins, dann zwei, dann drei.

Nach Feierabend in einen der beliebten Metronom-Züge zu steigen, kann schnell zur ungeahnten Herausforderung werden. Fix die Treppe runter gestolpert, wird man gleich vom ersten Sicherheitsbeamten zum nächsten Wagon verwiesen. Auch der ist voller Menschen und ehe man die nächste Tür erreicht hat, rollt der Zug auch schon los. Nicht so schlimm, vom Weiten aus konnte man erkennen, dass auch da kein Platz mehr für mich und meinen Rucksack gewesen wäre.

Der Metronom-Zug nach Bremen sollte es nicht sein. Schnell also zum nächsten Gleis, an dem der Zug nach Lübeck gleich abfährt. Hier wird aber das selbe Spiel gespielt. Diesmal sogar mit vorbeirennenden Schubsern, die keine Rücksicht nehmen und einem die letzten Plätze im Stehbereich vor der Nase wegschnappen. Wieder nicht reingekommen. Langsam fühlt es sich so an, als würde es sich hier nicht um Züge, sondern um angesagte Szene-Clubs handeln.

Nach einer gewissen Wartezeit klappt es dann mit meinem dritten Versuch. Aber Luft anhalten will gelernt sein, denn davon gibt es zu Beginn der Fahrt nicht viel (die Klimaanlage startet erst mit dem Rollen des Zuges). Wer aber gerne in die Sauna geht, könnte sich auch da wohlfühlen.

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Kein Platz im Wagon?

Was mir besonders aufgefallen ist, sind die von Sicherheitsleuten verschlossenen Türen, obwohl im Wagon noch sichtlich mehr Platz gewesen wäre. Aber das ist auch eine Politik für sich, da will ich gar nicht erst anfangen, etwas zu hinterfragen.

Immer diese Raucher

Um nun diesen kleinen Gedankensturm abzurunden, folgt noch eine kleine Ode an alle Raucher. Respekt gilt dem jungen Mann, der sich in der S-Bahn zwischen Harburg und Heimfeld lässig eine Zigarette angezündet hat. Bevor die Türen zugehen, noch einmal nach draußen abaschen und im Wagon keine Spuren hinterlassen. Clever!

Aber auch den Glimmstengelrebellen am Harburger Fernzuggleis sei gedankt. Um die markierten Bereiche schert sich keiner. Da will man ganz in Ruhe auf der Bank auf den nächsten Metronom-Zug warten, da wird einem von beiden Sitznachbarn der Rauch nur so ins Gesicht gepustet. Aber da bin ich ganz ehrlich, an dem Abend hätte mich auch nichts mehr gewundert.

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