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Radio Hamburg

Verspätungen und Ausfälle

Bahnreisende müssen im Sommer mit Behinderungen rechnen

Hamburg, 13.02.2016
Bahn, Weichen, Gleise

Im Sommer kommt es in Hamburg und Schleswig-Holstein zu zahlreichen Baumaßnahmen. 

Im Sommer beginnen auf vielen Bahnstrecken Bauarbeiten. Betroffen sind auch S3- und S31-Fahrer. 

Bahnreisende müssen sich in Hamburg und Schleswig-Holstein im Sommer auf Behinderungen einstellen. Die Deutsche Bahn plant Bauarbeiten an mehreren S-Bahnlinien in Hamburg und auf der Strecke Elmshorn-Neumünster-Kiel. In den Sommerferien werden die S-Bahnlinien S3 und S31 zwischen Hammerbrook und Wilhelmsburg durch Busse ersetzt. Auch zwischen Ohldorf und Poppenbüttel müssen die Fahrgäste in der zweiten Augusthälfte auf Busse umsteigen. 

Baumaßnahmen führen zu Einschränkungen 

Zeitgleich wird am Hamburger Hauptbahnhof Gleis 7 erneuert, wodurch Verspätungen und Zugausfälle auf der Strecke Hamburg-Lübeck anfallen können. Zahlreiche Züge von Hamburg nach Kiel werden vom Bahnhof Altona abfahren und in umgekehrter Richtung dort enden. Der Bahnhof ist trotz der beginnenden Bauarbeiten an den S-Bahnbrücken über die Julius-Leber-Straße weiter zu erreichen. Einschränkungen wird es auch zwischen Hamburg und Kiel geben. Rund 52 Kilometer Gleise sollen auf dieser Strecke ausgetauscht werden. Zeitweise muss eingleisig gefahren werden. Die Verspätungen sollen jedoch nur wenige Minuten betragen, denn zuvor nimmt die Bahn eine neue Signalsteuerung in Betrieb, die den Zügen kurz vor den Baustellen ein Ausweichen erlaubt. 

Einschränkungen für Sylt-Reisende

Auch Sylt-Reisende werden Verspätungen in Kauf nehmen müssen, allerdings erst ab Herbst. Im November und Dezember will die Bahn zwischen Stedesand und Bredstedt neue Gleise verlegen. Dann verlängert sich die Fahrzeit zwischen Hamburg und Westerland um 25 Minuten. Zudem baut die Bahn in Keitum auf Sylt ein neues elektronisches Stellwerk. In diesem Jahr investiert die Deutsche Bahn 210 Millionen Euro in ihre Infrastruktur im Norden. Das teuerste Projekt ist derzeit die Erneuerung der Brücken am Bahnknotenpunkt Berliner Tor in Hamburg. Die Arbeiten sollen bis 2020 dauern und 90 Millionen Euro kosten. 

Eine gute Nachricht für Reisende ist das Weichen-Projekt Diana. Die Abkürzung steht für Diagnose- und Analyseplattform. In den kommenden Jahren sollen alle mehr als 35.000 Weichen in Deutschland Diana ausgestattet werden. Dann melden Sensoren, ob eine Störung droht. "Die Weiche ist das störanfälligste Gewerk im Bahnverkehr". 

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