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Radio Hamburg

Blitzermarathon 2017

Vermehrte Kontrollen auch in Hamburg

Hamburg/München, 19.04.2017
Blitzer in Hamburg

Die Polizei macht wieder Jagd auf Raser.

Hamburg und Schleswig-Holstein beteiligen sich dieses Mal nicht an dem Blitzermarathon. Doch auch in den beiden Bundesländern wird verstärkt kontrolliert.

Die Polizei nimmt Raser seit Mittwochmorgen (19.04.) in mehreren Bundesländern verschärft ins Visier. Seit 6 Uhr läuft in Bayern, Rheinland-Pfalz, Brandenburg, Thüringen und im Saarland der sogenannte Blitzermarathon. Bayern plante die Überwachung an mehr als 1900 Stellen, in Brandenburg wird an rund 200 Stellen geblitzt und das Saarland beteiligt sich mit 26 Messstellen an der Aktion. Auch in Hamburg, Hessen und Sachsen wird vermehrt geblitzt.

Mit der Aktion will die Polizei das Bewusstsein für Gefahrenstellen stärken. Deshalb stehen die Beamten vor allem vor Kitas, Schulen oder Senioreneinrichtungen. "Ein Großteil der Messstellen befindet sich an Unfallhäufungspunkten, an denen in der Vergangenheit schon Menschen bei Unfällen verletzt oder sogar getötet wurden", sagte ein Sprecher der Polizei in Mittelhessen. Zu hohe Geschwindigkeit ist nach Polizeiangaben der häufigste Grund für schwere Verkehrsunfälle.

TISPOL* Aktion in Schleswig-Holstein

Die Landespolizei Schleswig-Holstein setzt in der Woche vom 17. bis 23. April einen besonderen Schwerpunkt bei der Überwachung der zulässigen Höchstgeschwindigkeiten und sogenannter Aggressionsdelikte, zum Beispiel Drängeln im Straßenverkehr. Anders als in den vergangenen Jahren werden sich die landesweiten Kontrollen nicht verbindlich auf einen Tag konzentrieren ("Blitzmarathon"), sondern werden in einer europaweit abgestimmten Aktion ("TISPOL") auf die Woche verteilt.

Die konzertierte Aktion eines Marathons hat in der Vergangenheit für eine hohe Medienaufmerksamkeit gesorgt, brachte für die Polizei aber auch Herausforderungen mit sich: „Dass wir uns dieses Mal nicht mit anderen Bundesländern auf einen Tag festlegen, erhöht zum Beispiel die Flexibilität bei der Personalplanung. Statt eines Marathons machen wir eine Reihe unterschiedlich langer Dauerläufe“, so ein Sprecher. Außerdem werde natürlich auch außerhalb der angekündigten Termine regelmäßig kontrolliert.

Die Polizeidirektionen werden je nach Verfügbarkeit ihre Kontrolltätigkeiten mit stationären, teilstationären und mobilen Überwachungsanlagen selbstständig verstärken. Besonders geeignet sind z.B. besondere Einrichtungen (Krankenhäuser, Pflegeheime usw.), Unfallhäufungsstellen (dort, wo sich mehr als zwei Unfälle mit schwerem Personenschaden innerhalb eines Jahres ereignet haben) sowie Deliktsbrennpunkte.

 (dpa/apr/pm)

*Zum Hintergrund von TISPOL:

TISPOL (Traffic Information System Police) wurde durch die Verkehrspolizeien Europas gegründet, um die Verkehrssicherheit und Strafverfolgung europaweit zu verbessern. Das Hauptziel von TISPOL ist die Reduzierung der Anzahl der Getöteten und Schwerverletzten auf Europas Straßen. Die ständigen Schwerpunktthemen sind u.a. Geschwindigkeit, Sicherheitsgurt, Alkohol und Drogen und auch der gewerbliche Güter- / Personenverkehr.

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