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Radio Hamburg

Aus eins mach zwei

Mit Teilfahrkarten günstigere HVV-Tickets kaufen

S-Bahn des Hamburger Verkehrsverbunds, S-Bahn, Hamburg, Schienen

Ein S-Bahn-Zug auf dem Weg zum Hamburger Hauptbahnhof. 

Sparfüchse aufgepasst! Mit einem ganz legalen Trick werden HVV-Tickets aus dem Umland in die City noch günstiger. Alles, was Ihr braucht, ist ein mobiles Endgerät mit Internetverbindung.

Gerade heutzutage achten viele Menschen darauf, etwas Geld beim Einkaufen einsparen zu können. Dabei ist es egal, um welches Produkt und um welche Preisspanne es sich handelt. Um immer auf dem neuesten Stand zu bleiben, wo die größten Schnäppchen geschlagen werden können, eignen sich Spar- und Schnäppchendeal-Seiten wie mein-deal.

Hamburg ist bezüglich der Ticketpreise Weltspitze

Wer sich in Hamburg mit dem Öffentlichen Personennahverkehr fortbewegen möchte, muss im Vergleich zu anderen deutschen Städten tief in die Tasche greifen. Eine einfache Fahrt im HVV-Großbereich kostet 3,20 Euro. Für Hin- und Rückfahrt sind zwei Einzelfahrscheine bereits teurer als die 9-Uhr-Tageskarte für 6,20 Euro.

Zum Vergleich: Selbst in der Hauptstadt Berlin sind Einzelfahrscheine mit 2,80 Euro pro Ticket rund zwölf Prozent günstiger. Und auch im weltweiten Vergleich mischt der HVV mit seinen Preisen im oberen Drittel mit. Städte wie New York, Barcelona oder Tokio liegen mit ihren Preisen noch unter dem HVV-Preis. Lediglich in Stockholm, Zürich und Bern sind Einzelfahrscheine teurer. Gefühlt gibt es in jedem Jahr eine Preiserhöhung. Da kommt der hier vorgestellte Trick gerade recht, um wenigstens bei den Preisen für die Verbindungen von Buxtehude, Buchholz und Winsen nach Hamburg zu sparen.  Aber zunächst noch einmal ein Überblick über die Preise der gängigsten HVV-Tickets in Form einer Infografik:

Preise von HVV-Tickets für Einzel- und Zeitkarten

Kosten für HVV-Einzel- und Zeitkarten

Infografik mit Preisen von HVV-Tickets für Einzel- und Zeitkarten.  

Der Trick: Zwei Teil-Fahrkarten statt einer kaufen

Der Normalpreis für eine Fahrt von Buxtehude, Buchholz und Winsen in die Hamburger City beträgt 7,10 Euro, weil im Tarifplan vier Ringe durchquert werden müssen. Alle drei Städte liegen außerhalb des Großbereichs Hamburg, erreichen diesen aber schon mit der nächsten Station in Richtung Hamburg.

  • Buxtehude -> Neu Wulmsdorf
  • Buchholz -> Klecken
  • Winsen -> Ashausen

Mit einer Station werden also zwei Ringe durchquert, sodass nun bis zur City nur noch zwei Ringe durchquert werden müssen. Diesen Umstand können sich HVV-Kunden zunutze machen und durch den Kauf einer Nahbereichskarte für 2,20 Euro zur jeweiligen Nachbarstation (Neu Wulmstorf, Klecken, Ashausen) und einem weiteren Einzelticket für 3,20 Euro (1 bis 2 Ringe) bis in die Innenstadt von Hamburg gelangen. Die Gesamtkosten beider Tickets belaufen sich auf nur noch 5,40 Euro, anstatt des normalen Fahrpreises von 7,10 Euro. Damit wird die Fahrt aus diesen drei Städten um 24 Prozent günstiger.

Ticketkauf mit mobilem Endgerät nötig

Natürlich will niemand eine Fahrt unterbrechen, um in den Genuss einer Ersparnis von 1,70 Euro zu kommen. Das ist auch nicht nötig, wenn der HVV-Kunde die HVV-App auf seinem Smartphone installiert hat. Mit dieser App geht der Kauf von HVV-Tickets kinderleicht. Alternativ ist auch ein Kauf der Tickets über die Webseite des HVV möglich. Diese beiden Kaufoptionen generieren zudem einen weiteren Rabatt in Höhe von 3 Prozent für den Onlinekauf. Die tatsächliche Ersparnis liegt somit bei mehr als 26 Prozent (5,23 statt 7,10 Euro). 

Ursache liegt in der HVV-Verbundausweitung im Dezember 2004

Im Dezember 2004 erfolgte mit dem Winterfahrplan 2004/2005 eine Verbunderweiterung. Von diesem Zeitpunkt kamen auch die Bewohner der niedersächsischen Landkreise Stade, Harburg und Lüneburg in den Genuss der günstigeren HVV-Tickets. Allerdings entstehen den betroffenen Ländern und Landkreisen durch die Fahrpreissenkungen jährlich Zusatzkosten in Millionenhöhe. Der HVV musste diese Kosten teilweise übernehmen und entschloss sich deshalb dazu, die besagten Städte nicht im Ring C, sondern im Ring D einzuordnen. Das hätte wiederum eine übermäßige Preissteigerung bei den Einzelfahrscheinen für die Fahrt von beispielsweise Buxtehude (Ring D) nach Neu Wulmstorf (Ring B) zur Folge gehabt. Als Kompromiss wurden diese Strecken dem Nahbereich (2,20 Euro) zugeordnet. Das ist der Grund dafür, dass der Kauf von zwei Teilfahrscheinen manchmal billiger ist als die durchgehende Fahrkarte.

Trick funktioniert auch aus dem nördlich angrenzenden Schleswig-Holstein

Schon zwei Jahre früher, im Dezember 2002, wurden die Kreise Pinneberg, Segeberg, Stormarn und Herzogtum Lauenburg vollständig in den HVV-Tarifbereich integriert. Deshalb lohnt sich der doppelte Fahrschein auch für Fahrten von Lübeck und Neumünster nach Hamburg. Hier sieht die Rechnung folgendermaßen aus:

  • Lübeck -> Hamburg Hauptbahnhof: Der Normalpreis per Schleswig-Holstein-Tarif beträgt 14,30 Euro. Der Preis bis Reinfeld (HVV-Grenze) kostet per Schleswig-Holstein-Tarif 4,75 Euro. Plus ein HVV-Fahrschein für den Gesamtbereich Hamburg für 8,70 Euro macht insgesamt 13,45 Euro statt 14,30 Euro. Ersparnis: 6 Prozent plus 3 Prozent Rabatt für den Onlinekauf.
  • Neumünster -> Hamburg Hauptbahnhof: Der Normalpreis per Schleswig-Holstein-Tarif beträgt 12,20 Euro. Der Preis bis Boostedt (HVV-Grenze) kostet per Schleswig-Holstein-Tarif 2,60 Euro. Plus ein HVV-Fahrschein für den Gesamtbereich Hamburg für 8,70 Euro macht insgesamt 11,30 Euro statt 12,20 Euro. Ersparnis: 7 Prozent plus 3 Prozent Rabatt für den Onlinekauf.

HVV-App wird sehr gut angenommen

Viele Kunden kaufen ihre Tickets heute schon per Smartphone über eine App oder auf der Webseite ihres Verkehrsbetriebes. Laut einer Umfrage benutzen in Hamburg und Umgebung mehr als 70 Prozent der Befragten die HVV-App. Auch in anderen großen, deutschen Städten liegen die Werte ähnlich hoch. Für Fernfahrten kauft inzwischen ungefähr jeder Dritte sein Ticket online bei der Deutschen Bahn.

Smartphone-Nutzung zum Erwerb von Tickets für den ÖPNV

Der Kauf von Tickets für den Nahverkehr per App ist beliebt

Eine Umfrage des Statistik-Portals statista.com zeigt, dass die Apps der Verkehrsbetriebe sehr gut angenommen werden.