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Radio Hamburg

Nach Orkan "Niklas"

Wetterberuhigung in Sicht - Die Sonne kommt wieder!

Hamburg/Kiel, 01.04.2015
RHH - Expired Image

Orkan "Niklas" ist abgezogen - in den nächsten Tagen beruhigt sich das Wetter wieder.

"Niklas" war einer der schwersten Orkane der vergangenen Jahre. Am Tag danach rückten die Feuerwehren in Hamburg zu Dutzenden Aufräum-Einsätzen aus.

Schleswig-Holstein und Hamburg haben den Durchzug von Orkan "Niklas" vergleichsweise glimpflich überstanden. Ernsthaft verletzt wurde im Norden niemand. Im Gegensatz zu früheren Stürmen gab es in den Wäldern Schleswig-Holsteins keine großflächigen Schäden. Nur einzelne Bäume seien von Sturmböen geknickt worden, sagte Sprecher Sönke Wendland vom Kieler Umweltministerium. Die Feuerwehren waren auch am Mittwoch mit Aufräumarbeiten beschäftigt. In Hamburg und im südlichen Schleswig-Holstein gab es Dutzende wetterbedingte Einsätze. Vor allem umgestürzte Bäume hätten geräumt werden müssen, sagte Hamburgs Feuerwehrsprecher Hendrik Frese. Am Dienstag (31.03.) hatten die Feuerwehrleute in Hamburg und Schleswig-Holstein weit mehr als 1000 Mal wegen Sturmschäden ausrücken müssen. Allein im Kreis Pinneberg gab es 238 Einsätze. Das waren sogar mehr als im Dezember 2013 bei Sturmtief "Xaver", wo es 209 Einsätze gab.

In Hamburg gehörten die Evakuierung einer U-Bahn mit 200 Fahrgästen in Farmsen und die Sicherung von Booten im Holzhafen in Moorfleet zu den größeren Einsätzen. An der Elbphilharmonie stürzte ein Baugerüst aus 30 Meter Höhe auf den Kai und Teile davon in die Elbe. "Es hätte Tote geben können", sagte Frese. Zum Glück sei aber niemand verletzt worden.

Verkehr normalisiert sich

Am Hamburger Flughafen fielen am Mittwoch (01.04.) noch zwei Ankünfte und neun Abflüge aus, wie eine Sprecherin mitteilte. Der Flugbetrieb sollte sich aber im Tagesverlauf genauso normalisieren wie der Schienenverkehr. Die Hamburger U-Bahnen fahren nach Angaben eines Hochbahn-Sprechers wieder nach Plan. "Beim Regionalverkehr läuft in Schleswig-Holstein und Hamburg alles normal", sagte ein Bahnsprecher. Aber wer mit der Bahn in die Ferne fahren wollte, brauchte auch am
Mittwoch noch Geduld. Weil einige Züge in der Nacht sturmbedingt gestoppt worden waren, verspäteten sich Abfahrten. Wegen eines auf die Oberleitung gestürzten Baumes hatte ein mit 400 Passagieren besetzter ICE am Dienstagabend auf freier Strecke zwischen Reinbek und Schwarzenbek (Kreis Herzogtum Lauenburg) eine Notbremsung einleiten müssen. Ein Reisender wurde dabei leicht verletzt. Die Passagiere mussten knapp vier Stunden ausharren, bevor der Zug mit einer Diesellok gegen 22.00 Uhr in den Bahnhof von Schwarzenbek geschleppt werden konnte.

"Sturmtouristen" an der Nordsee

Eine erwartete Sturmflut an der Elbe blieb in der Nacht aus. Der Wasserstand erreichte nur 1,29 Meter über dem normalen Hochwasser. An der Nordseeküste genossen am Mittwoch zahlreiche "Sturmtouristen" den Nachhall von Orkantief "Niklas". Die Lage im Schiffsverkehr entspannt sich zusehends. Bei blauem Himmel und Sonnenschein fuhren im Wattenmeer ein Teil der Fähren wieder und verbanden die Nordfriesischen Inseln und Halligen mit dem Festland. Die Fährverbindungen zwischen Helgoland und Büsum beziehungsweise dem niedersächsischen Cuxhaven fielen jedoch wegen des stürmischen Wetters weiterhin aus. Auch die Fahrten zwischen Cuxhaven und der Insel Neuwerk fanden nicht statt. Einschränkungen gab es am Mittwoch beim Sylt-Shuttle, der wegen weiterhin kräftigen Windes nur noch Pkw und beladene Lastwagen mitnimmt.

Lest auch: Sturmschäden: So wütete "Niklas" in Hamburg

Sturmtief "Niklas" hat in Hamburg für 800 Einsätze der Feuerwehr gesorgt. 

"Niklas" sei für Hamburg der schwerste Orkan seit "Christian" am 28. Oktober 2013 gewesen, sagte Frank Böttcher vom Institut für Wetter- und Klimakommunikation. "Seit Beginn der Wetteraufzeichnungen hat es ein so schweres Orkantief so spät in Mitteleuropa noch nicht gegeben." Böttcher erwartete nicht, dass die Sturmböen am Mittwoch noch größere Schäden anrichten. Er warnte jedoch für den Donnerstagmorgen vor Straßenglätte. In Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern sei mit Nachtfrost zu rechnen.

Die Aussichten

Orkantief "Niklas" ist zwar aus Deutschland abgezogen, es bleibt aber stürmisch. Das Luftdruckgefälle zwischen "Niklas" über dem südlichen Baltikum und einem Hoch über der Biskaya sei so stark, das auch am Mittwoch (01.04.) in ganz Deutschland mit Sturmböen gerechnet werden müsse, sagte Meteorologe Stefan Bach vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach. In exponierten Berglagen könne es auch wieder Orkanböen geben, allerdings nicht so starke wie am Dienstag. Stürmisch und regnerisch kann es aber auch erneut im Flachland werden. Die Meteorologen rechnen mit Böen von 85 Kilometern pro Stunde, vereinzelt sei auch Tempo 95 möglich.

Die Aussichten für die Ostertage sind zurzeit verhalten optimistisch - im Norden wird es wohl recht heiter, mit sieben Grad allerdings recht frisch. In Alpengebieten ist mit Schneefall zu rechnen. (dpa/apr)

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