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Radio Hamburg

Orkantief "Niklas"

800 Einsätze für Hamburger Feuerwehr

Hamburg, 01.04.2015
Sturm, Orkan, Schäden, Niklas

Zahlreiche Autos wurden von herabstürzenden Bäumen zerstört.

Sturm "Niklas" hat in Hamburg für 800 Einsätze der Feuerwehr gesorgt und ein Verkehrschaos angerichtet. 60 Flüge am Hamburg Airport wurden abgesagt.

Beim ersten großen Frühjahrssturm sind in Deutschland, Österreich und der Schweiz mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Orkantief "Niklas" richtete auf seinem Weg von West nach Ost große Schäden an und legte in der Woche vor Ostern den Bahnverkehr in Teilen Deutschlands lahm. Für gestrandete Fahrgäste stellte die Bahn in mehreren Städten Übernachtungszüge bereit.

Hamburger Feuerwehr im Dauereinsatz

Von Dienstagmorgen bis Mittwochmorgen rückten die Rettungskräfte fast 1.700 Mal aus. Etwa 800 Mal war das Wetter der unmittelbare Grund. "Das ist schon ein ordentliches Pfund", sagte Sprecher Hendrik Friese am Mittwochmorgen. "Zum Vergleich: An einem normalen Tag haben wir ungefähr 700 Einsätze." Der Schwerpunkt der Notrufe lag im Nordosten der Stadt. Besonders betroffen waren die Stadtteile Farmsen, Moorfleet und Rahlstedt. Auch viele S- und U-Bahnstrecken mussten aufgrund von Zwischenfällen immer wieder temporär gesperrt werden. Trotz der kräftigen Winde und zahlreichen Einsätze kamen Menschen jedoch nicht zu Schaden. 

Haushalte ohne Strom

"Niklas" war mit Böen von bis zu 192 Stundenkilometern einer der stärksten Stürme der vergangenen Jahre. Er brachte am Dienstag (31.03) auch den Straßen-, Schiffs- und Flugverkehr durcheinander. Heftige Böen und entwurzelte Bäume beschädigten Autos, Häuser und Stromleitungen. Tausende Haushalte waren ohne Elektrizität - oft noch bis in den Mittwoch. In der Nacht flaute der Sturm langsam ab. 

Neun Tote

In Bayern und Rheinland-Pfalz wurden eine Frau und zwei Männer erschlagen, als Bäume auf ihre Autos stürzten. In Sachsen-Anhalt tötete eine umgewehte Mauer einen Mann. Auch in Österreich und der Schweiz gab es zwei Unwettertote. Außerdem gab es mindestens drei Tote bei wetterbedingten Unfällen: Im baden-württembergischen Ostalbkreis starben zwei Männer auf einer schneebedeckten Straße. In Bayern wurde ein Mann bei starkem Hagel auf der Autobahn 95 getötet.

Bilder: So wütete "Niklas" in Hamburg

Bahnverkehr lahmgelegt

Auf der Schiene ging vielerorts nichts mehr. In Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Berlin ruhte der Regionalverkehr teilweise seit dem Morgen ganz. In Deutschlands größtem Bundesland Bayern wurde der Fernverkehr am Nachmittag komplett eingestellt. Anderswo rollten die Züge mit stark gedrosseltem Tempo. "Der Orkan Niklas hat die Bahn mit voller Wucht getroffen", sagte Bahn-Sprecher Achim Stauß. "Wichtig ist, dass wir zum Osterreiseverkehr ab Donnerstag wieder alles in Schuss haben." 

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Bahnen zu "Hotelzügen" umfunktioniert

Das könnte knapp werden. "Die Sturmschäden, vor allem an den Oberleitungen sind so großflächig und erheblich, dass es noch mehrere Tage dauern kann, bis wieder alle Linien bedient werden können", teilte die Deutsche Bahn am späten Abend mit. Auch Privatbahnen mussten ihre Züge in den Bahnhöfen oder Depots lassen. Auf freier Strecke zwischen Hamburg und Berlin blieb ein ICE mit 400 Passagieren liegen. Die Route wurde in beide Richtungen gesperrt. In einer Durchsage an die Fahrgäste hieß es in einem Zug: "Alle Fernzüge der Deutschen Bahn sind ab sofort zu Hotelzügen umfunktioniert."

Sperrungen bei U- und S-Bahn

Auch in Hamburg war der öffentliche Nahverkehr betroffen. Auf der Linie U1 wurde der Verkehr zwischen Großhansdorf und Volksdorf unterbrochen, weil mehrere Bäume auf die Gleise gestürzt waren. Auch auf den S-Bahnlinien S1 und S3 kam es zu Zugausfällen.

Strecke Bremen-Hannover weiter gesperrt

Inzwischen hat die Deutsche Bahn in Niedersachsen und Bremen den Regionalverkehr wieder aufgenommen. Ein Großteil der Verbindungen sei wieder freigegeben, teilte ein Sprecher am Morgen mit. "Die Aufräumarbeiten sind soweit abgeschlossen. Es kann trotzdem zu vereinzelten Verspätungen und Zugausfällen kommen." Lediglich die Strecken Bremen-Hannover und Wolfsburg-Hannover bleiben ihm zufolge voraussichtlich noch bis in den Tag hinein gesperrt.

Hier seht Ihr, welche Züge noch betroffen sind.

63 Flüge am Hamburg Airport gestrichen

Bundesweit waren Polizisten und Feuerwehrleute im Dauereinsatz. Auf Straßen und Autobahnen blockierten umgekippte Lastwagen und Anhänger den Verkehr. Im Fährverkehr zu den ostfriesischen Inseln kam es zu Einschränkungen. Die Verbindung zwischen Cuxhaven und der Hochseeinsel Helgoland wurde komplett gestrichen. Am Flughafen in Frankfurt am Main fielen mehr als 180 Starts und Landungen aus. Angesichts der Wetterlage müsse auch am Mittwoch mit Einschränkungen im Flugbetrieb gerechnet werden, sagte ein Sprecher. In Hamburg waren 63 Flüge betroffen. Auch am Mittwoch (1.04) fallen Flüge aus, weil einige Maschinen wegen des Sturms gar nicht erst in Hamburg landeten.

Fischmarkt nicht überschwemmt

Das für das Hamburger Elbegebiet erwartetes Hochwasser ist in der Nacht zum Mittwoch niedriger ausgefallen als befürchtet. Das Wasser am Fischmarkt in St. Pauli schwappte bis zum frühen Mittwochmorgen nicht wie erwartet über die Kaikante. Die
Verkehrsleitzentrale hatte Autofahrern geraten, ihre Fahrzeuge nicht auf tiefer gelegenen Parkplätzen abzustellen. Zuletzt hatten im Januar die Sturmtiefs "Elon" und "Felix" für mehrere Sturmfluten an der Nordseeküste und im Elbegebiet gesorgt.

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(dpa/mgä)

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