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Radio Hamburg

Wetter am Wochenende

Der Winter will nicht gehen - Tiefs im Anmarsch

Hamburg, 26.02.2015
Winter, Frost, Wetter

Frost und Schneeschauer Anfang März erwartet.

Der Frühling wird sehnlichst erwartet, doch der Winter will nicht wirklich gehen. Tiefausläufer ziehen über Norddeutschland, es wird nass und kalt.

Der Frühling steht vor der Tür - zumindest meteorologisch beginnt er am Sonntag. Das Potential für richtig frühlingshaftes Wetter ist im Norden derzeit aber relativ gering. Immer wieder gelangen arktische Luftmassen in breitem Strom nach Nordamerika. In Verbindung mit deutlich wärmerer Luft im Süden können durch die enormen Temperaturgegensätze bei Neufundland kräftige Tiefdruckgebiete wie am Fließband produziert werden, die mit einer lebhaften westlichen Strömung bis nach Mitteleuropa wandern.

Für die Hamburger bedeutet dies phasenweise nasses und windiges Wetter. Da die Luft vom Atlantik kommt, ist sie weder richtig warm noch richtig kalt, sodass sich ein Temperaturniveau von meist zwischen 3 und 9 Grad einstellt. Auf der Rückseite solcher Tiefs kann aber auch immer wieder arktische Kaltluft zu uns gelangen. Für einen Frühlingsdurchbruch müssten sich die Atlantiktiefs dagegen auf einer deutlich nördlicheren Zugbahn bewegen, sodass sich bei uns ein Ableger des Azorenhochs mit einer südlichen Anströmung ausbreiten könnte. Diese Konstellation ist mittelfristig aber nicht in Sicht. Dennoch ist bei zeitweise freundlicherem Wetter durch kleine Zwischenhochs die wärmende Kraft der Frühjahrssonne bereits spürbar.

Wo schlägt der Winter nochmal zu?

Auch wenn der meteorologische Winter am Samstag (28.02.) zu Ende geht, fällt ihm der Abschied offenbar schwer. Klassisches Winterwetter ist zwar passé. Am kommenden Montag erreicht uns jedoch besonders in der Höhe mit Temperaturen von bis zu minus 40 Grad sehr kalte Luft, die uns in der ersten Märzwoche begleitet und in der wiederholt Schneeschauer entstehen. Trotz positiver Werte am Boden sind dann selbst im Flachland gebietsweise Schnee- oder Graupelschauer wahrscheinlich.

Bei kräftigen Schauern kann sich kurzzeitig sogar eine Schneedecke ausbilden und plötzlich für glatte Straßen sorgen. Nachts muss besonders in der nächsten Woche auch im Flachland mit leichtem Frost zwischen -1 und -5 Grad und entsprechender Straßenglätte durch Schnee oder gefrierende Nässe gerechnet werden. Die Wintersachen sollten also weiterhin griffbereit sein.

Ferienbeginn in Hamburg – Wo ist es schon warm?

Am Montag (02.03.) starten in Hamburg die Ferien. Wer die freien Tage bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen verbringen will, reist am Besten in den Südwesten Europas. Empfehlenswerte Reiseziele sind Portugal, Südspanien sowie die Kanarischen Inseln, wo nächste Woche meist die Sonne scheint und die Höchsttemperaturen auch mal über der 20-Grad Marke liegen. Im restlichen Mittelmeerraum ist es bei anfangs maximal 15 Grad etwas kühler, im Laufe der Woche sinken die Tageshöchsttemperaturen sogar noch etwas weiter ab. Außerdem kann es zum Ende der Woche besonders in Italien und Griechenland regnen.

Bei Wassertemperaturen von 13 bis 15 Grad hält sich auch der Badespaß im Mittelmeer noch in Grenzen. Bei Gran Canaria ist das Wasser etwa 18 Grad warm, was aber auch nur für ein kurzes Badevergnügen reicht. Wer einen längeren Reiseweg in Kauf nimmt, kommt zum Beispiel in Dubai bei Temperaturen um 28 Grad und Wassertemperaturen von immerhin 22 Grad auf seine Kosten.

Wie war der Winter 2014/2015?

Insgesamt war der Winter im Vergleich zum langjährigen Mittel von 1961 bis 1990 landesweit 1,5 Grad zu mild, vor allem im Norden deutlich zu nass und die Sonne hat überall zu wenig geschienen. Im Januar zogen kräftige Orkantiefs über den Atlantik und haben verbreitet für Sturmböen gesorgt, auf dem Brocken wurden sogar an elf Tagen Orkanböen mit bis zu 162 Kilometern in der Stunde gemessen. Besonders kräftig haben die Tiefs "Elon" und "Felix" am Anfang des Monats gewütet und auch im Landesinneren Orkanböen von bis zu 130 Kilometern in der Stunde gebracht. Während der Winter im Osten Deutschlands zu trocken war, haben tagelange Regenfälle vor allem im Norden und Westen einzelne Flüsse und Bäche über die Ufer treten lassen. Am meisten regnete es dabei im äußersten Norden, in Schleswig fiel im Dezember das 2,5-fache und im Januar das Doppelte der normalen Monatsniederschlagsmenge.

Der Winter war nicht nur zu nass, er war auch überall zu mild. Eine langanhaltende Westströmung hat milde Atlantikluft nach Deutschland gebracht. Das führte dazu, dass der Januar in Straubing (Bayern) 4,1 Grad wärmer war als das Mittel. Die zu milden Temperaturen haben auch lange verhindert, dass sich eine Schneedecke ausbilden konnte. Erst nach Weihnachten brachte ein massiver Kaltlufteinbruch verbreitet Schnee ins Flachland. Während der Winter im Norden recht schneearm verlief, wurde der Süden von wiederholten Schneefällen heimgesucht. (iwk/apr)

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