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Radio Hamburg

Stürmisches Wetter

Tief "Hermann" ist im Anmarsch

Berlin/Hamburg, 13.01.2015
Herbst, Wetter, Regenschirm, Park, iStock

Die Wetteraussichten für die kommenden Tage sind nass und trüb - Besserung nicht in Sicht.

Fast frühlingshaft, aber stürmisch: Die Temperaturen klettern auf für Januar untypische Werte, gleichzeitig sind die nächsten Tiefs im Anmarsch.

Nach den Unwettern mit Orkanböen bleibt es auch in den kommenden Tagen in Deutschland stürmisch und nass. Dem Sturmtief "Felix" ist zwar die Puste ausgegangen, aber die nächsten Tiefs sind schon im Anmarsch. Eine Serie von Stürmen hatte am Wochenende in Europa erhebliche Schäden angerichtet und vielerorts den Bahnverkehr lahmgelegt. Bei Unfällen kamen Menschen ums Leben oder verletzten sich. Ungewöhnlich kalt ist es im Nahen Osten.

Die Aussichten

Die Temperaturen im Januar spielen verrückt: Am Dienstag soll es im Südwesten Deutschlands an die 15 Grad warm werden. Fast frühlingshaft, aber weiter stürmisch: Tief "Gunter" über dem Nordostatlantik hat ein Tief namens "Hermann" im Schlepptau. "Nach derzeitigen Berechnungen soll sich "Hermann" zu einem Orkantief ausbilden, welches zum Donnerstag hin auf den Nordwesten Europas übergreift", sagte DWD-Meteorologe Lars Kirchhübel. Deutschland muss dann - vor allem im Norden und in der Mitte des Landes - wohl wieder mit Sturmböen rechnen. "Neben dem Wind hat Tief "Hermann" auch viel Regen im Gepäck", sagte Kirchhübel. Besonders im Norden und Westen dürfte es lang und viel regnen.

Aufräumen nach "Felix"

Die Orkanböen hatten am Wochenende Bäume entwurzelt und Ziegel von den Dächern gerissen. An der Hörnum-Odde auf Sylt fraß sich das Meer bis zu 19 Meter weit durch die abgebrochenen Dünen. An manchen Deichen gab es geringe Schäden. Mit den Ausbesserungsarbeiten wurde begonnen. Viel zu tun gibt es wegen Sturmschäden auch in den Wäldern in Schleswig-Holsteins. Die Forstbehörde des Landes warnte davor, die Wälder zu betreten. In Berlin hatten umgestürzte Bäume am Wochenende örtlich den Bahnverkehr lahmgelegt. Seit Montagmittag fuhren wieder alle Züge nach Plan, teilte eine Sprecherin der Deutschen Bahn mit.

Kälte im Nahen Osten

Im Bürgerkriegsland Syrien starben mindestens sieben Menschen bei einem Wintereinbruch mit Schnee und strenger Kälte. Unter den Toten seien fünf Kinder, darunter Zwillingsbabys im Alter von erst zwei Tagen, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte aus Großbritannien mit. Die Zahl der Kälteopfer in Syrien stieg damit seit der vergangenen Woche auf insgesamt elf. Seit mehreren Tagen fegt ein schwerer Wintersturm über den Nahen Osten und bringt der Region ungewöhnlich niedrige Temperaturen. Teilweise fiel das Thermometer auf bis zu minus 8 Grad Celsius. Vor allem in höher gelegenen Gebieten lag viel Schnee.

Folgen des Klimawandels

Klimaexperten warnen davor, für Stürme und Überschwemmungen vorschnell den Klimawandel verantwortlich zu machen. "Einzelereignisse kann man nicht mit dem Klimawandel in Verbindung bringen", sagte Florian Imbery, Klimaexperte beim DWD. Verlässliche Aussagen könne man nur machen, wenn man Intervalle von 30 Jahren miteinander vergleiche. (dpa/apr)

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