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Radio Hamburg

Sturm lässt nach

Der Norden zieht Bilanz

Hamburg/Norden, 12.01.2015
05-flut

In Hamburg musste die Feuerwehr mehr als 1000 Mal ausrücken.

Die Wasserstände an der Nordseeküste sinken nach dem Sturmwochenende deutlich. Der Sturm verliert weiter an Stärke - und macht Schäden sichtbar.

Nach den schweren Unwettern am Wochenende mit orkanartigen Böen und Sturmfluten haben im Norden die Aufräumarbeiten begonnen. Mit Orkanböen bis Windstärke 12 hatten die Sturmtiefs "Elon" und "Felix" im ganzen Land Bäume abgebrochen oder entwurzelt, Verkehrs- und Straßenschilder abgerissen oder geknickt sowie Ziegel von den Dächern geblasen. Bis zum Montagmorgen (12.01.) hatte sich die Lage im Norden weitgehend beruhigt, jedoch wurde im Laufe des Tages mit neuen Sturmböen gerechnet.

Schwere Sturmböen im Laufe des Montags erwartet

Viel Arbeit gibt es nun in den Wäldern Schleswig-Holsteins: Das Aufräumen nach den Stürmen "Xaver" und "Christian" Ende 2013 war erst im Herbst letzten Jahres abgeschlossen worden, jetzt müssen erneut Sturmschäden weggeräumt und Wildschutzzäune bei den Neuanpflanzungen geradegerückt werden. Auf der Nordseeinsel Sylt brachen nach Angaben des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz an der Südspitze auf einer Länge von 500 Metern Teile von Randdünen ab. In Hamburg zählte die Feuerwehr seit Freitag insgesamt mehr als 1000 wetterbedingte Einsätze, sagte ein Sprecher. Am Montag seien bis zum Vormittag erneut rund zehn Wetter-Einsätze registriert worden. Für
Schleswig-Holstein meldete die Polizei am Montagmorgen keine neuen Schäden oder Unfälle durch Unwetter. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet mit neuen schweren Sturmböen im Laufe des Tages. "Ab dem Nachmittag könnte es an der Nord- und Ostseeküste wieder schwere Sturmböen geben", sagte ein Sprecher.

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In der Nacht von Samstag (10.01) auf Sonntag (11.01) stieg der Wasserstand der Elbe um etwa drei Meter über Null. ...

Und auch auf den ostfriesischen Inseln werden nach der Sturmflut-Serie am Wochenende jetzt die Schäden begutachtet. Noch könnten die Mitarbeiter aber nicht alle Orte erreichen, an denen es zu Abbrüchen an den Dünen gekommen sein könnte. Das sagte die Sprecherin des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz, Herma Heyken. Die Deiche seien unbeschädigt. Laut Prognose sollten die weiteren angekündigten Fluten nur noch bis zu einem Meter über dem normalen Hochwasser erreichen.

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Eine Serie von sechs Sturmfluten innerhalb von drei Tagen sei ungewöhnlich, sagte Heyken. Am höchsten war die Sturmflut an der Nordseeküste in der Nacht zum Sonntag aufgelaufen. Auf Norderney erreichte sie etwa 2 Meter über dem normalen Hochwasser, auf Spiekeroog 2,25 Meter. Höhere Wasserstände meldeten Otterndorf (Landkreis Cuxhaven) an der Elbe mit 2,72 Metern und das Emssperrwerk bei Gandersum mit 2,66 Metern.  Landesweit hatte der schwere Sturm Schäden angerichtet. Bäume wurden umgeknickt und Dächer abgedeckt, mehrere Menschen erlitten Verletzungen. Im Raum Verden knickte der Sturm mehrere Bäume um, die teils quer auf der Straße lagen. Eine 64 Jahre alte Autofahrerin
erkannte das Hindernis zu spät. Beim Aufprall wurde sie schwer verletzt. Auch bei Unfällen wegen Glatteis wurden mehrere Menschen verletzt.

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Die Orkantiefs "Elon" und "Felix" richten in Hamburg zahlreiche Schäden an. In Altona wurden ...

Auf der Nordsee geriet der unbeladene Tanker "Silver Carla" mit 23-köpfiger Besetzung wegen eines Maschinenausfalls in Not. Das Havariekommando in Cuxhaven schickte drei Schlepper und ein Mehrzweckschiff, die den Frachter auf den Haken nahmen. Am Montag befand sich der Schleppverband in der Deutschen Bucht etwa 66 Kilometer nördlich der ostfriesischen Insel Juist. Für Montag (12.01.) erwartete der Deutsche Wetterdienst an der See noch schwere Sturmböen bis 100 Kilometer pro Stunde, im Binnenland bis 85 km/h. Im Harz seien Schneefall und Verwehungen möglich. In der Nacht zu Dienstag sollte der Wind weiter nachlassen. In Küstennähe muss ab Dienstagnachmittag mit Dauerregen bis zu 30 Litern je Quadratmeter in 24 Stunden gerechnet werden. (dpa/apr)

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