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Radio Hamburg

Umstellung des Wetters

Kommt jetzt der Winter zurück?

Hamburg, 15.01.2015
Winter, Kalt, Handschuhe, Schnee, Wetter

Nach dem Orkantief "Hermann" wird es ab dem Wochenende überall tiefere Temperaturen geben.

Nachdem wochenlang ein Tief nach dem anderen über den Atlantik zu uns zog, folgt nun eine Wetterumstellung. Hinter Orkantief "Hermann" fließt Luft polaren Ursprungs zu uns, die uns ab dem Wochenende überall tiefere Temperaturen bringt. Am Alpenrand gibt es in der Nacht zu Samstag und am Tage selber kräftigen Schneefall mit 10 bis 20 Zentimeter Neuschnee, nachdem es am vergangenen Dienstag bei zweistelligen Werten noch Biergartenwetter gab. Am Sonntag ist hier dann sogar stellenweise Dauerfrost möglich.

Kein Sturm, dafür wirds  kälter

In der neuen Woche gibt es gebietsweise etwas Niederschlag, der im Bergland häufig und teils auch im Flachland als Schnee fällt. Die Temperaturen liegen dann von Nord nach Süd bei 3 bis -2 Grad. Ob sich dann ab Mitte der Woche trockene Frostluft aus Nordosten durchsetzt oder neue Tiefs kühle und feuchte Luft aus Nordwesten bringen, ist noch unsicher. Sicher ist, dass Werte von 10 bis 15 Grad erst mal nicht wieder auftreten und auch die Sturmgefahr deutlich geringer ist. Stellenweise ist auch eine dünne Schneedecke im Flachland möglich.

Dauerregen im Norden

Bereits am letzten Wochenende führten kräftige Schauer und Dauerregen in Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Hamburg zu dem Erreichen erster Hochwasserwarnstufen. Da in Schleswig-Holstein und Hamburg bereits im Dezember das 2 bis 2,5-fache des normalen Monatsniederschlags gefallen ist, sind die Böden bereits gesättigt und die Regenrückhaltebecken gefüllt. Dadurch lässt jeder gefallene Regentropfen den Pegelstand weiter ansteigen.

Am Donnerstag (15.01.) verschärfen weitere 10 bis 15 Liter pro Quadratmeter die Situation im Norden zusätzlich, weswegen die Gefahr von Hochwasser steigt. Ab Freitag (16.01) lassen die Niederschläge jedoch nach und die Hochwasserlage entspannt sich. Eine Änderung der Großwetterlage bringt eine Wetterberuhigung mit sich. Größere Niederschlagsmengen sind dann nicht mehr in Sicht.

Wie fällt der bisherige Winter aus?

Winterwetter, das seinen Namen verdient, gab es bisher kaum in Deutschland. Im Nordwesten Deutschlands gab es gebietsweise noch nicht einmal eine dünne Schneedecke. Dagegen gab es häufig milde, regenreiche und teils stürmische Südwestlagen, die für teils starkes Tauwetter bis in hohe Lagen sorgten. Dementsprechend fällt auch die bisherige Niederschlagsbilanz aus: Vor allem im Norden, in der Nähe zu den häufigen Sturmtiefs auf dem Nordatlantik, gab es gebietsweise bereits nach Halbzeit mehr Niederschlag, als sonst im gesamten Winter fällt.

In Schleswig fielen beispielsweise bisher bereits mehr als 300 Liter pro Quadratmeter. Im Mittel sind es sonst im gesamten Winter nur knapp 220 Liter. Ein häufig bedeckter Himmel sorgte zudem für ungewöhnlich wenig Sonnenstunden: Trauriges und vor allem trübes Schlusslicht ist Trier: Hier gab es seit Winterbeginn erst knapp 18 Stunden Sonne.

Zum Vergleich: An nur einem sonnigen Junitag sind bis zu 16 Stunden möglich. Nur im äußersten Süden gab es gebietsweise etwas mehr Sonne als gewöhnlich für die erste Winterhälfte: Z.B. in Konstanz mit mehr als 60 Stunden Sonne. Zusätzlich sorgte der häufig starke Südwestwind, der mit den Orkanen "Elon" und "Felix" sein Maximum in einer ungewöhnlich langen Sturmphase fand, für hohe positive Temperaturabweichungen. So liegen die Temperaturen aktuell meist zwei bis drei, im Osten und Südosten gebietsweise sogar über drei Grad über dem langjährigen Mittel.

Regenbögen ohne Regen

In den letzten Tagen konnten sie auf einer Länge von über 1000 Kilometer am Alpenrand beobachtet werden: Wunderlich anmutende Wolken, die in allen Farben leuchten - irisierenden Wolken.  Aus dem griechischen "iris" (Regenbogen) abgeleitet, strahlen besonders die Ränder der besagten Wolken in den Regenbogenfarben. Anders als bei einem Regenbogen, bei dem Lichtstrahlen in kleinsten Wassertröpfchen ein- oder mehrfach gebrochen werden und somit das bekannte Lichtspektrum erzeugt wird, verhält es sich bei diesem Wetterphänomen: Bei irisierenden Wolken wird das Licht nicht gebrochen, sondern es kommt zu Reflexionen an kleinsten Eispartikeln, aus denen die Wolke besteht. Durch ein- oder mehrfache Reflexion kommt es zu Überlagerungen der Lichtwellen und verschiedene Farben entstehen. Die Namensgebung ist etwas irreführend, da die Wolke nicht unbedingt in allen Farben des Lichtspektrums leuchten muss, der Regenbogen hingegen immer das gesamte Farbspektrum ausfüllt.

(IWK/kru)

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