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Radio Hamburg

Sturmtief "Niklas"

Aufräumen nach einem stürmischen Tag

Hamburg/Kiel, 31.03.2015
Niklas Baum Haus Sturm

Die Feuerwehr Hamburg hatte viel zu tun.

Sturmtief "Niklas" fegte mit orkanartigen Böen über den Norden. Reisende mussten geduldig sein. Viele Züge fuhren nicht mehr, Flüge fielen aus.

Das Sturmtief "Niklas" hat am Dienstag (31.03.) den Bahn-, Schiffs- und Flugverkehr in Norddeutschland erheblich gestört. In Niedersachsen stoppte die Bahn den Regionalverkehr wie zuvor schon in Nordrhein-Westfalen, wie ein Sprecher der Bahn in Hamburg mitteilte. Auch der Metronom zwischen Hamburg und Bremen stellte den Betrieb ein. In der Elbmetropole war der U- und S-Bahnverkehr wegen umgestürzter Bäume auf den Gleisen behindert. 36 Flüge nach und 27 ab
Hamburg fielen aus. Zahlreiche Passagiere in den Terminals suchten nach einer alternativen Reisemöglichkeit oder einem Hotel, wie eine Flughafensprecherin sagte.

600 Einsätze

"Niklas" bescherte der Hamburger Feuerwehr bis zum Abend rund 600 Einsätze. Es seien etliche Bäume auf Straßen, Häuser und Oberleitungen gestürzt, sagte ein Feuerwehrsprecher. Es sei aber niemand verletzt worden. Der Hamburger DOM blieb geschlossen. Auch in Flensburg wurde ein Jahrmarkt abgesagt.

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In Schleswig-Holstein senkte die Bahn aus Sicherheitsgründen das Tempo im Nah- und Fernverkehr auf 80 Stundenkilometer, in Waldgebieten sogar auf 40. Der Sylt-Shuttle fuhr seit dem Morgen nur mit Einschränkungen, Wohnmobile, Gefahrguttransporter oder Wagen mit Aufbauten wurden nicht mehr transportiert. Meteorologen erwarteten, dass der Sturm in der Nacht abflaut. Aber auch am Mittwoch könne es noch örtlich Schauer und Gewitter mit Orkanböen geben, hieß es.
In Hamburg wurde für die Nacht zum Mittwoch (01.04.) eine leichte Sturmflut erwartet. Das Morgenhochwasser sollte nach Angaben des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie gegen 3 Uhr bis 1,50 Meter über dem mittleren Hochwasser liegen. Autofahrer sollten ihre Fahrzeuge nicht auf tiefer gelegenen Parkplätzen an der Elbe abstellen, erklärte die Verkehrsleitzentrale.

Bahnverkehr besonders betroffen

"Niklas" brachte auch die Fahrpläne der Fähren an der Nordseeküste durcheinander. Die Schiffe von und zu den Nordfriesischen Inseln und Halligen blieben in den Häfen. Auch die Elbfähre Glückstadt-Wischhafen stellte den Betrieb ein. Die Fährverbindung zwischen Helgoland und dem niedersächsischen Cuxhaven fiel bis
einschließlich Mittwoch ebenfalls dem Sturmtief zum Opfer.

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Das Orkantief "Niklas" hat an Fahrt aufgenommen. Der DOM bleibt aus Sicherheitsgründen geschlossen ...

Der Bahnverkehr zwischen Elmshorn und Tornesch (Kreis Pinneberg) war für zwei Stunden gestört. Es lagen Äste auf den Gleisen, wie ein Bahnsprecher sagte. Betroffen war auch der Fernverkehr zwischen Hamburg und Kiel sowie zur Westküste. Auch die Nordbahn meldete umgestürzte Bäume bei Aukrug zwischen Neumünster und Heide sowie auf den AKN-Strecken A1 bei Quickborn und A2 bei Friedrichsgarbe. Auf den Linien zwischen Itzehoe und Hamburg Hauptbahnhof sowie Itzehoe/Wrist und Hamburg-Altona wurde der Verkehr am Abend ganz eingestellt.

Linie U 1 unterbrochen

In Hamburg stürzten mehrere Bäume auf die Hochbahnlinie U1 zwischen Volksdorf und Großhansdorf sowie zwischen Volksdorf und Berne. Ein Zug habe noch rechtzeitig bremsen können, als eine Sturmböe einen ersten Baum in der Nähe von Ahrensburg-West umriss, wie eine Hochbahnsprecherin sagte. Es wurde ein Busersatzverkehr eingerichtet. Der Verkehr auf der U1 nördlich von Farmsen sollte erst am Mittwoch (01.04.) wieder aufgenommen werden. Ein Gleis der S-Bahn zwischen Harburg und Neugraben war wegen eines Astes vorübergehend blockiert.

Schneckentempo auf der Autobahn

Auch den Autofahrern blieben Behinderungen nicht erspart. Auf der A7 bei Neumünster ragte nach Angaben der Autobahnpolizei ein umgestürzter Baum auf die Fahrbahn. Richtung Süden staute sich der Verkehr ab dem Bordesholmer Dreieck. An Baustellen kam es immer wieder zu Stockungen, weil Schilder auf die Fahrbahn geweht wurden. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes sollte der Sturm in der Nacht weiter in Richtung Mecklenburg-Vorpommern und südliche Ostsee ziehen. In Niedersachsen wollte die Bahn das Weiterziehen des Sturms abwarten und dann die Gleise und Überleitungen auf Schäden oder umgestürzte Bäume kontrollieren. Erst dann sollten die Züge wieder fahren.

In mehreren Bundesländern, darunter Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern, wurden Windkraftanlagen ausgeschaltet, um zu verhindern, dass zu viel Strom produziert wird, wie ein Sprecher des überregionalen Stromtrassenbetreibers 50Hertz in Berlin sagte. (dpa/apr)

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