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Radio Hamburg

Wetter im Norden

Am Wochenende wird es wieder stürmisch aber mild

Hamburg, 12.11.2015
Wetter Sturm

Die Wetterlage bleibt: Tiefs bringen weiterhin Wind und Regen.

Die Aussichten für das kommende Wochenende sind eher durchwachsen. Am Samstag wird es kurzzeitig kühler - am Sonntag dann wieder milder und windig.

Nachdem das Wetter in Deutschland lange Zeit durch blockierende Hochdruckgebiete bestimmt wurde, durch die die Tiefs entweder weit nach Norden oder in die Mittelmeerregion ausweichen mussten, ist nun der Weg auf der sogenannten "Tiefdruckautobahn" wieder frei. Am Jet-Stream orientiert und wie an einer Perlenschnur aufgereiht, zieht derzeit ein Tief nach dem Anderen vor allem über Norddeutschland hinweg und sorgt für wechselhaftes und windiges Wetter. Dabei entstehen auch immer wieder große Druckunterschiede zu hohem Luftdruck am Mittelmeer und in Süddeutschland. In diesem Zusammenhang erreicht der Wind auch immer mal wieder Sturmstärke.

In der Nacht zum Sonntag sowie am Sonntagabend (15.11.)können dabei aller Voraussicht nach in weiten Teilen Deutschlands vereinzelt Sturmböen auftreten. In exponierten Küstenlagen auch schwere Sturmböen, in Höhenlagen der Mittelgebirge orkanartige Windböen und auf den Gipfeln sind Orkanböen möglich. Auch in der kommenden Woche ändert sich wenig an dieser Wetterlage, sodass die Wahrscheinlichkeit für Sturm- oder Orkantiefs weiterhin erhöht ist, deren genaue Gefahrenabschätzung jedoch häufig erst kurzfristig möglich sein wird.

Ungewöhnliche Wärme – Wird der November ein Rekordmonat?

Mit einem Temperaturmittel von 10,2 Grad liegt der November aktuell 6,3 Grad über dem langjährigen Mittelwert und fast 3 Grad über dem eines durchschnittlichen Aprils. Von frühlingshaften Temperaturen zu sprechen ist also durchaus angebracht. Auch in den nächsten Tagen werden bei der windigen Westwetterlage meist zweistellige Tageswerte erreicht – etwa 7 Grad wären nach dem Klimamittel von 1961 bis 1990 im November dagegen normal.

Nach einem leicht zu kühlen September und Oktober zeigt sich der November demnach auch weiterhin viel zu warm. Nach dem ersten Monatsdrittel von einem "Rekordkurs" zu sprechen, wäre allerdings noch etwas verfrüht. Zum Einen werden die Tage astronomisch bedingt ohnehin im Monatsverlauf kühler. Zum Anderen zeigt das vergangene Jahr, dass eine große Abweichung zu Beginn eines Monats zumindest noch deutlich gedämpft werden kann.

Im November 2014 betrug sie nach einem ähnlich warmen Start am Ende "nur" noch +2,5 Grad. Am 29.11. letzten Jahres gab es dann allerdings im Flachland schon den ersten Dauerfrost. Dennoch: Ein durchgreifender Kaltlufteinbruch ist auch weiterhin nicht Sicht. Die Wahrscheinlichkeit für einen zu warmen November ist sehr hoch und auch die bisherigen Spitzenreiter-Jahre 1963 und 2009 können bei Fortbestand der Wetterlage durchaus übertroffen werden. Eine Abweichung von +3,4 Grad vom langjährigen Mittel gelte es dafür zu übertreffen.

Wie könnte der Winter den Weg zu uns finden?

Damit "Winterwetter" und "Deutschland" wieder in einem Satz genannt werden, bedarf es einer grundlegenden Umstellung der Großwetterlage. Die derzeitigen Südwest- bis Westwinde müssten beispielsweise auf der Rückseite eines Sturmtiefs auf Nordwest bis Nord kippen. Bei diesem Szenario würden sich jedoch die Luftmassen über der milden Nord- und Ostsee noch so stark erwärmen, sodass es Schnee vermutlich nur in den Mittelgebirgen und Alpen geben würde.

Für einen nachhaltigen Kaltlufteinbruch im Flachland bedarf es beispielsweise eines stabilen Skandinavienhochs, das an seiner südlichen Flanke kalte Luftmassen aus dem Osten oder Nordosten zu uns führen würde. Herannahende Tiefs müssten dann nur noch für Niederschlag sorgen, der dann in der Kaltluft auch als Schnee bis ins Flachland fallen könnte. Ein anderes Szenario bot uns der November 2005. Durch mächtigen Hochdruckeinfluss, der von den Azoren bis nach Grönland reichte, wurde ein großes Kaltluftvorkommen bei Spitzbergen angezapft und samt Tiefdruckgebiet auf direktem Wege nach Deutschland geführt. Damals gab es besonders in Nordrhein-Westfalen extrem starke Schneefälle. (iwk)

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