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Radio Hamburg

Wetter am Wochenende

Schneeschauer und Frost - kommt der Winter zurück?

Es wird kalt und nass am Wochenende

Kaum hat sich das Wetter in dieser Woche stabilisiert, deutet sich nun bereits wieder eine grundlegende Umstellung der Wetterlage an. 

Während sich der eine Teil unseres Frühlingshochs auf den Weg in Richtung Türkei macht, zieht sich der andere Teil nach Island zurück. Gemeinsam mit einem Tiefdrucksystem über Skandinavien wird damit pünktlich zum Wochenende polare Kaltluft bei Grönland angezapft und auf direktem Wege zu uns nach Deutschland geführt. Im Norden erreicht das Thermometer am Wochenende nur noch selten die 10-Grad-Marke. Man sollte sich über den einen oder anderen Schneeregen- oder Schnee- oder Graupelschauer nicht wundern. Doch tatsächlich weiß wird es in Hamburg nicht. Der "Wintereinbruch" ist den Gebirgslagen im Süden vorbehalten. Bei uns an der Küste sollte man besonders in den Morgenstunden aufgrund von Frost und Straßenglätte vorsichtig sein. Erst ab Mitte der kommenden Woche erholen sich die Temperaturen und steigen langsam wieder auf zweistellige Werte an.

Schneeschauer im April sind nicht ungewöhnlich.

Selbst in diesem Jahr war der bisherige April im Vergleich zum langjährigen Mittel (1961 bis 1999) überall etwas zu warm. Diese Abweichung wird allerdings in den letzten 10 Tagen des Monats sicherlich noch etwas nach unten korrigiert. Und so wird es zwar bei dem erwarteten Kaltlufteinbruch auch Tage geben, an denen es durchaus kälter ist, als im Mittel. Doch gerade die große Bandbreite zwischen spätwinterlichen und frühsommerlichen Verhältnissen könnte kaum typischer für diesen Monat sein. Schließlich befinden sich zu dieser Jahreszeit im hohen Norden noch große Kaltluftvorkommen, während sich Südeuropa schon deutlich aufheizen konnte. Je nachdem welche dieser Luftmassen durch gewisse Druckkonstellationen nun angezapft werden, fallen die Temperaturen auch bei uns noch sehr unterschiedlich aus. Und so sind selbst Schneeschauer im Flachland im April nicht gänzlich ungewöhnlich. Erst mit höherem Sonnenstand und der Erwärmung der höheren Breiten, verlagern sich auch Tiefdruckgebiete weiter gen Norden und lassen damit Kaltlufteinbrüche wie den kommenden immer seltener zu.

So entstehen die Temperaturunterschiede zwischen Binnenland und Küste

Auch wenn der stets etwas frischere Wind an den Küsten einen kühlenden Effekt hat und häufig diesen Eindruck vermittelt, so finden Temperaturabweichungen durchaus in beide Richtungen statt. Die unterschiedliche Fähigkeit der Erwärmung von Land und Wasser hat auch einen Einfluss auf die Lufttemperaturen. Vor allem jetzt im Frühjahr kann dieser Effekt den Küstenbewohnern ein langes Warten auf milde Werte bescheren, zumindest wenn der Wind von der Küste her weht. Denn dann unterscheiden sich die Temperaturen der Luft kaum von denen des Wassers. Erst südliche Winde lassen im Frühjahr auch milde Tage an der Waterkant zu. Landeinwärts, wo der Seeeinfluss geringer ist, kommt der höhere Sonnenstand jedoch bereits früher zum Tragen. So ergeben sich größere Temperaturunterschiede zwischen Festland und Küste. In den Winter- und Herbstmonaten kehrt sich dieser Effekt dann um. Da sich Wasser auch entsprechend langsamer abkühlt, können so an den Küsten nun oft höhere Temperaturen vorherrschen als im Binnenland. Auch in den Nächten hat das noch milde Wasser dann einen großen Einfluss und verhindert die starke Auskühlung in der Nacht, wodurch wesentlich seltener mit Frost zu rechnen ist. (iwk/apr)

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