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Radio Hamburg

Wetter am Wochenende

Der Weihnachtsmarktbummel fällt ins Wasser

Hamburg, 08.12.2016
Es wird kalt und nass am Wochenende

Das kommende Wochenende wird richtig ungemütlich.

Tief Ute mit seinen Ausläufern hat am Donnerstag (08.12.) stürmisches aber mildes Wetter gebracht. Die nächsten Tage werden ungemütlich, grau und nass.

Für einen Weihnachtsmarktbummel wird der Samstag der angenehmere Tag. Südlich einer Linie Münsterland – Lausitz bleibt es komplett niederschlagsfrei. Allerdings hält sich durch die gerade im Süden windschwache Hochdrucklage häufig ganztägig Nebel oder Hochnebel, so dass vielfach von einem eher trüben Tag auszugehen ist. Die Höchstwerte steigen dann kaum über den Gefrierpunkt.

Im Norden machen sich dagegen schon am Samstag schwache Tiefdruckausläufer bemerkbar, die nach einer frostfreien Nacht zeitweise für leichten Regen sorgen. Am Sonntag kommen die Niederschläge dann weiter nach Südosten voran und erreichen zum Abend auch den Alpenrand. Schnee fällt dabei nur in den höchsten Lagen von Erzgebirge, Bayerischem Wald und nachfolgend in den Alpen. Die Temperaturen liegen zwischen 4 und 9 Grad, in den Mittelgebirgen etwas darunter.

Auf und ab – Wie variabel sind deutsche Winter?

Dass die Postkartenidylle der dick verschneiten Landschaft und kalten, sonnigen Wintertagen in unseren Gefilden eher die Ausnahme als die Regel darstellt, ist eine Binsenweisheit. Tatsächlich ist die Spannbreite der möglichen Witterung im deutschen Winter sehr groß. Der kälteste Winter der letzten 100 Jahre liegt nun schon einige Zeit zurück. Es war der Winter 1962/63. Alle drei Wintermonate fielen damals im langjährigen Vergleich deutlich zu kalt aus. Die Abweichung nach unten betrug damals, gemittelt auf ganz Deutschland, fast sechs Grad. Selbst im sonst wintermilden Westen gab es lange Dauerfrostperioden.

Für seinen Gegenpart, den mildesten Winter der letzten hundert Jahre, müssen wir nur zehn Jahre zurückblicken. Der Winter 2006/07 fiel im Vergleich mit der Referenzperiode 1961-1990 um 4,1 Grad zu warm aus. Besonders mild war der Januar, der uns auch den Jahrhundertorkan Kyrill brachte. In Köln reichte es in diesem Winter tatsächlich nur für einen einzigen Dauerfrosttag und vier Tage mit einer geschlossenen Schneedecke von maximal vier Zentimeter. Damals lagen wir fast permanent zwischen Tiefdruck über Nordeuropa und Hochdruck über Südeuropa in einer Südwest- bis Westströmung, die milde Meeresluft nach Deutschland brachte. Dagegen war der erwähnte Winter 1962/63 von Nord- und Nordostlagen geprägt, die uns kalte Festlandsluft mitbrachten. Der Blick in die Statistiken zeigt überdies, dass die Anzahl der milden Winter in Deutschland in den letzten zwanzig Jahren deutlich zugenommen hat. (iwk/apr)