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Radio Hamburg

Wetteraussichten für Hamburg

Wird's wärmer oder bleibt der Winter?

Hamburg, 07.01.2016
Schnee, Eis, Winter,Hamburg, Wetter

Das Betreten von zugefrorenen Seen ist lebensgefährlich.

Eisige Temperaturen haben Hamburg derzeit fest im Griff. Es soll zwar etwas wärmer werden, doch Schnee und Eis könnten bald zurückkommen.

Von Westen her ziehen am Donnerstag (7.01) zwei Tiefausläufer auf, die die Frostluft zum Abend etwa bis zur Elbe zurückdrängen. Beesonders in Niedersachsen kann es am Donnerstagvormittag stellenweise zu gefrierendem Regen kommen. Ab dem Nachmittag überquert dann die deutlich kräftigere Front bis freitagfrüh weite Teile Deutschlands. Dabei fällt nach Nordosten hin anfangs gebietsweise Schnee, der nach und nach in Schneeregen oder auch gefrierenden Regen mit erheblicher Glättegefahr übergehen kann. Die Tagestoptemperatur liegt bei 0 Grad, die sich wie -8 Grad anfühlen.

Gefrierende Nässe

Am Freitag (8.01) erreichen wir in Hamburg mit 2 Grad endlich wieder Plusgrade. Allerdings zieht durch den vorherrschenden Tiefdruckeinfluss immer wieder etwas Regen durch, sodass insbesondere in den Abend-, Nachtstunden und frühmorgens gefrierende Nässe ein Thema bleibt. Im Laufe des Freitags endet der fast eine Woche andauernde "Kampf der Luftmassen" mit einem Sieg der milden Luftmasse. Besonders weit wird die schwere Kaltluft jedoch nicht zurückgedrängt und bleibt über weiten Teilen Skandinaviens, der Ostsee und Osteuropa liegen. So kann die Kaltluft mit einer Winddrehung auf nördliche oder östliche Richtungen auf kurzem Wege wieder nach Deutschland gelangen. 

Wetterlage noch unklar

Ein solches Szenario zeichnet sich derzeit auch in den Modellen ab: Mit einem entscheidenden Hochaufbau südlich von Grönland wäre im Laufe der nächsten Woche die Zufuhr milder Luftmassen vom Atlantik blockiert und die Tiefdruckgebiete würden über Mitteleuropa eine südlichere Zugbahn einschlagen. Durch rückseitiges Einfließen der Kaltluft wäre Schnee und Kälte vor allem im Bergland die Folge. Ob sich auch im Flachland nachhaltiges Winterwetter einstellen kann, ist derzeit noch nicht sicher.

Potenzial für Winterwetter

Nach dem rekordwarmen Dezember hat der Winter in der Nordosthälfte Einzug gehalten und auch in den nächsten Wochen ist das Potenzial für Winterwetter gegeben. Wirft man einen Blick auf die Statistik nach besonders milden Dezembern (mehr als 2,5 Grad über dem Klimamittel), so folgte jedoch in 11 von 14 Fällen ein ebenfalls milder Januar und in 10 von 14 Fällen ein milder Februar.

Damit der Winter 2015/16 noch zu kalt ausfällt, müssten Januar und Februar gemittelt um mindestens 2,8 Grad zu kalt ausfallen. Solch eine Abweichung der beiden Monate wurde zuletzt 1987 erreicht, sodass ein zu kalter Gesamtwinter sehr unwahrscheinlich erscheint. Nichtsdestotrotz steht die kälteste Zeit des Jahres erst noch bevor und andauernde Kälteperioden wie beispielsweise im Februar 2012 sind im Bereich des Möglichen.

Die bundesweiten aber auch globalen Temperaturrekorde in den letzten Monaten sowie der rekordstarke El Niño sprechen allerdings für wenig Normalität, sodass Extrema in beide Richtungen für den verbleibenden Winter denkbar sind.

Betreten von zugefrorenen Seen lebensgefährlich

Erst seit dem vergangenen Wochenende herrscht mäßiger Dauerfrost an Tag und teils strenger Frost unter -10 Grad in den Nächten. Durch diese relativ kurze Frostperiode ist das Eis auf den Seen jedoch noch nicht ausreichend dick und ein Betreten ist lebensgefährlich. Für eine ausreichende Eisdicke von etwa 20 Zentimetern ist eine etwa zweiwöchige, ununterbrochene Frostperiode mit Temperaturen zwischen -5 und -10 Grad vonnöten.

Die Freigabe der zugefrorenen Gewässer erfolgt, wie zuletzt zum Beispiel beim Alstereisvergnügen im Januar 2010 in Hamburg, durch die zuständigen Behörden. Da allerdings bereits ab Freitag eine Milderung mit verbreiten Plusgraden einsetzt, ist zunächst nicht mit einer Freigabe der Eisflächen zu rechnen.

( wetterspiegel.de/mgä)

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