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Radio Hamburg

Wetter am Wochenende

In den nächsten Tagen wird es milder - Erneute Glättegefahr

Hamburg, 19.01.2017
Auto, glatte Straße, Eis

Mit einem schwachen Tiefausläufer gelangt mildere, aber auch feuchte Luft zu uns in die Hansestadt. Es besteht eine erhöhte Glättegefahr.

Es gelangt mildere, aber auch feuchte Luft in die Hansestadt. Dabei kann etwas Nieselregen auf teils noch gefrorene Straßen fallen. Erhöhte Glättegefahr!

Im Norden hat sich der Frost ja schon weitestgehend verabschiedet. Im Süden bleibt der Frost dagegen noch recht standhaft. Grund ist die Druckverteilung. Im Norden sorgen Tiefausläufer für dichtere Wolken und mildere Temperaturen. Im Süden hält sich dagegen noch Hochdruckeinfluss, und so können insbesondere die Nächte unter teils sternklaren Bedingungen weiter stark auskühlen.

Doch in der neuen Woche geht dem Frost die Puste aus. Dann naht ein neues Hoch von Westen her, dass auch etwas mildere Luft von den Kanaren im Gepäck hat. Stück für Stück wird somit die kalte Luft auch im Süden ausgeräumt, sodass es ab der zweiten Hälfte der kommenden Woche wieder deutlich milder zu geht. Bis dahin heißt es jedoch warm anziehen und Tee trinken. 

Blendend weißer Wüstensand – Wie kommt Schnee bis nach Afrika? 

Ein kräftiges Tief im zentralen Mittelmeer macht es möglich: In Nordafrika schneit es bei Temperaturen um den Gefrierpunkt. Dabei ist Tiefdruck im Mittelmeerraum im Winter nichts ungewöhnliches. Doch momentan kann Tief Finjas, das aktuell über Sizilien liegt, auf Kaltluft zurückgreifen, die am letzten Wochenende aus der Polarregion bis nach Südeuropa transportiert wurde. Während es in den bis über 4.000 Meter hohen Regionen des Atlasgebirges immer mal wieder im Winter zu Schneefällen kommt und auch Nachtfröste in den Wüstengebieten keine große Seltenheit sind, werden die küstennahen Städte der Maghreb-Staaten doch weitaus seltener mit Schnee, Eis und Frost konfrontiert. Da sich an der Großwetterlage in den nächsten Tagen zunächst wenig ändert, kann es in Nordafrika in den nächsten Tagen also immer wieder zu winterlichem Wetter mit Schneefällen kommen.

Extrem – Wie kalt kann es überhaupt werden? 

In den letzten Tagen gab verbreitet strenge Nachtfröste unter -10 Grad, teils auch sehr strenge Nachtfröste unter -15 Grad. Doch ein Blick in die Wetterhistorie zeigt, dass es noch viel kälter werden kann: Den deutschen Kälterekord hält dabei Hüll in Niederbayern (Kreis Pfaffenhofen) mit minus 37,8 Grad, aufgestellt am 12. Februar 1929. Doch selbst dieser Wert ist noch relativ mild im Vergleich zum Europarekord von minus 55,0 Grad, aufgestellt in Ust-Shchugor im Westen Russlands.

Alles in den eisigen Schatten stellt jedoch - wie zu erwarten - die Antarktis. Den Rekord an einer Wetterstation hält dabei Wostok mit minus 89,2 Grad, aufgestellt am 21. Juli 1983. Hier gibt es auch die tiefste Jahresmitteltemperatur der Erde mit minus 55,1 Grad. Im Jahresmittel liegt die Temperatur in Wostok also auf dem Niveau des europäischen Kälterekords. Noch niedrigere Werte haben Satelliten am 10. August 2010 auf dem Hochplateau der Ostantarktis gemessen: -93,2 Grad Celsius. (iwk/apr)

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