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Radio Hamburg

Wetter am Wochenende

Kommt der Sommer wieder zurück?

Hamburg, 13.07.2017
Wetter, Regenwolken, Sonne, Himmel

Wirklich sommerlich wird das kommende Wochenende in Hamburg nicht.

Dicke Wolken, Regen und kein Ende - jedenfalls gilt das für den Norden Deutschlands. Erst nächste Woche wird das Wetter sommerlicher.

So richtig Sommer wollte bisher im Norden noch nicht aufkommen, hingegen gab es im Süden schon recht viele Sommertage mit Höchstwerten von 25 Grad und mehr. Diese Sommerperiode erlebt in diesen Tagen einen kleinen Dämpfer. Doch das ist nur von kurzer Dauer. Schon am kommenden Sonntag gehen die Temperaturen im Süden und Westen wieder nach oben. Dann wird die 25-Grad-Marke wieder geknackt werden und der Sommer kann weitergehen. Im Norden muss dagegen noch etwas länger gewartet werden. Denn das Wochenende startet zunächst mit einer dichten Wolkendecke und gelegentlichem Regen. Aber auch hier stehen die Chancen nicht schlecht, spätestens zum Ende der kommenden Woche ebenfalls Werte über 25 Grad zu erleben. 

Hitze, Unwetter – wie war die erste Sommerhälfte?

Die erste Hälfte des meteorologischen Sommers ist am Samstag (15.07.) vorüber. Bislang war der Sommer von einer deutlichen Nord-Süd-Zweiteilung geprägt: Mit einer Mitteltemperatur von etwa 16 bis 17 Grad in Norddeutschland und 20 bis 21 Grad in Süddeutschland ist der Unterschied zwischen Nord und Süd doppelt so groß wie normalerweise. Das liegt vor allem an der relativ weit südlich gelegenen Frontalzone. Während Ableger des Azorenhochs Süddeutschland häufig Sommertage (>25°C) und heiße Tage (>30°C) bescherte, brachten Tiefausläufer dem Norden Wolken, Regen und eben kühlere Temperaturen. So zählt beispielsweise Freiburg im Breisgau seit Juni bereits 27 Sommertage, während man im hohen Norden in Schleswig gerade einmal auf 3 Sommertage kommt. Beim Niederschlag gibt es wie in jedem Sommer große regionale Unterschiede. So fiel im brandenburgischen Oranienburg durch heftigen Starkregen am 29. Juni mit 253 Liter Regen pro m² mehr als der gesamte Sommerniederschlag an einem Tag, während es hingegen im pfälzischen Trier im Gesamtsommer bislang weniger als 60 Liter pro m² regnete. Schlagzeilen machte Trier auch durch den bisherigen Hitzerekord des diesjährigen Sommers mit 37,1°C am 22. Juni. Insgesamt bewegt sich der Sommer im bundesweiten Mittel derzeit mit 18,2°C rund 2,2°C über dem Klimazeitraum von 1961-1990.

Mediterranes Feeling an Nord- und Ostsee – Welche Wetterlage braucht es dazu?

Die deutsche Küste ist für ihr wechselhaftes Wetter bekannt und ein früh gebuchter Urlaub kann häufig ins Wasser fallen. Damit sich die Wetterlage in Norddeutschland stabilisiert, muss sich über Skandinavien ein Hochdruckgebiet aufbauen, welches herannahende Tiefausläufer vom Atlantik blockiert. Mit einem östlichen Wind wird dann warme und trockene Luft vom osteuropäischen Kontinent nach Deutschland geführt, in der es selten zu Schauern kommt. Gleichzeitig können sich bei viel Sonnenschein die flachen, ufernahen Gewässer der Nord- und Ostsee erwärmen und die Temperaturunterschiede zwischen Land und Wasser werden abgebaut.

Eine längere stabile und warme Phase konnte sich zuletzt im Juli 2014 einstellen, als es beispielsweise in Hamburg und Schleswig-Holstein wärmer und deutlich sonniger war als am Bodensee. Solche anhaltend warmen Perioden stellen allerdings die Ausnahme dar. In diesem Jahr verlief der Sommer an Nord- und Ostsee bisher wechselhaft und damit eben durchschnittlich. Schaut man auf die aktuellen mittelfristigen Prognosen der Wettermodelle, deuten fast alle Modelle im Verlauf der zweiten Julihälfte einen Druckanstieg im Bereich Dänemark und Südskandinavien an. Das hätte, wie bereits erläutert, für die Küstengebiete stabiles und meist auch warmes Sommerwetter zur Folge. (iwk)