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Radio Hamburg

Wahlbeteilugung #BTW17

Die Wetter-Wirkung aufs Wählen

Wahl, Entscheidung, Wege

Hält uns gutes oder schlechtes Wetter vom Wählen ab?

Der Weg zur Wahl-Urne wird maßgeblich vom wetter bestimmt. Das haben Forscher herausgefunden. So wird's am 24. September zur Bundestagswahl.

Man müsste ja meinen, das vor alle regen die Menschen davon anhält, zur Wahl-Urne zu pilgern und ihre Stimmen zur Bundestagswahl anzugeben. Aber weit gefehlt: es kommt auf die Sonne an. Die hält doch tatsächlich den einen oder anderen davon ab, seine Komfortzone zu verlassen. Lieber faul auf dem Balkon relaxen als zur Wahl zu gehen? Leute!

Bewiesen ist diese Tendenz allerdings, von unseren Wetterexperten des Hamburger Instituts für Wetter- und Klimakommunikation (IWK).

Wetter beeinflusst Wähler

 

"Ausgewertet wurden dazu alle Bundestagswahlen von 1949 bis 2009 und das dazugehörige Wetter am Wahltag in den größten Städten aller Bundesländer. Vor allem von der Bewölkung und der Temperatur scheint es so mancher Wähler abhängig zu machen, ob er am Wahltag an die Urne geht. Ein Temperaturplus von einem Grad Celsius hält im Schnitt ca. 100.000 Wähler davon ab, ihr Wahlrecht zu nutzen, 0,2 Prozent der 61,8 Millionen Wahlberechtigten. Eine halbe Stunde mehr Sonnenschein hat dabei in etwa den gleichen Effekt. Der Unterschied zwischen einem wolkenlosen und einem bedeckten Himmel liegt demnach durchschnittlich bei 2,8 Millionen Wählern, immerhin 4,5 Prozent der Wahlberechtigten. Frank Böttcher, Leiter des Instituts für Wetter- und Klimakommunikation: „Die Einflüsse des Wetters sind im Übrigen unabhängig von der ohnehin schwankenden Beteiligungen an Bundestagswahlen und zeigen darüber hinaus ein bundesweit einheitliches Wählerverhalten."

 Interessanterweise konnte beim Niederschlag dagegen kein eindeutiger Zusammenhang nachgewiesen werden. Jedoch gab es an den Wahltagen nur selten Regenfälle von mehr als 5 Litern pro Quadratmeter. Bei einem Mix aus mal mehr und mal weniger Wolken und zeitweiligem Sonnenschein ist davon auszugehen, dass das Wetter beim Gang zur Wahlurne eher eine untergeordnete Rolle spielen wird."

Unser Tipp daher: Nutzt die Möglichkeit der Briefwahl. Und dafür müsst ihr nicht mal die Unterlagen anfordern und dann wieder zur Post schaffen. Einfach in eurem Wahlbezirk, in eurer Gemeinde ins Bügerbüro gehen, dort werden euch gleich die Unterlagen zur Briefwahl ausgedruckt, die könnt ihr dort gleich ausfüllen udn in die Wahlurne werfen. Und das sogar noch bis Freitag (22.09.) 18 Uhr. Dauert ca 5 Minuten. Das sollte also drin sein!

 

Der Altweibersommer kommt

Tatsächlich stellt sich nun eine Wetterlage ein, auf die wir den ganzen Sommer gewartet haben: Ein stabiles Hochdruckgebiet über Skandinavien. Dieses verhindert nämlich, dass Tiefausläufer mit Regen von Westen her auf Mitteleuropa übergreifen können. Abgesehen von einzelnen Schauern stellt sich in den nächsten Tagen erst einmal trockenes Wetter ein. Obwohl es sich nachts schon auf unter zehn Grad abkühlt, ist tagsüber mit spätsommerlichen Werten über 20 Grad zu rechnen. Auch zu Beginn der kommenden Woche bleibt die Großwetterlage erst einmal stabil; selbst ein Anstieg der Temperaturen bis auf 25 Grad in der Spitze scheint im Bereich des Möglichen. Nach dem fast durchweg wechselhaften Sommerwetter scheint das Muster nun also gebrochen. Ein Hoch zu dieser Jahreszeit kann durchaus einige Wochen durchhalten, sodass auch die Chancen auf einen goldenen Oktober aktuell etwas gestiegen sind. 

(aba)

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