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Radio Hamburg

Keine Auskunft bei HSH Nordbank

Affäre wird wegdiskutiert

Constantin von Oesterreich Nachfolger Nonnenmacher

HSH Nordbank Vorstandsmitglied Constantin von Oesterreich mauert in bezug auf die Nonnenmacher-Affäre (Archivbild).

Contantin von Oesterreich (Vorstand) will nichts mehr über die Ära Nonnenmacher sagen.

Hamburg - Hamburgs bekanntester und wohl auch unbeliebtester Bank-Chef ist weg. Die Ära Nonnenmacher bei der HSH Nordbank ist nach etwas mehr als zwei Jahren vorbei. In seiner Amtszeit sind schwer durchschaubare Geschäfte mit Millionenverlusten für die Bank erfolgt, Nonnenmacher ist in Intrigen und Bespitzelungen verwickelt gewesen und kritische Fragen hat er nicht beantwortet. Deswegen ermittelt seit geraumer Zeit die Hamburger Staatsanwaltschaft.
Zu Nonnenmachers Abschied hat die von Hamburg und Schleswig-Holstein mit drei Milliarden Euro gerettete und durch eine 10-Milliarden-Bürgschaft gestützte Bank für das vergangene Jahr eine positive Bilanz vorgelegt. 
"Nicht daran interessiert, weitere Informationen zu geben"

Aber an der Haltung des Managements hat sich offenbar nichts geändert. Auf die Frage nach den Vorstandsbezügen sagte Vorstandsmitglied Constantin von Oesterreich: "Wir habe die Bank einer Radikalkur unterzogen und damit das Fundament für die Zukunft gelegt. Also es ist nicht so, dass wir hier mehr kriegen als wir kriegen sollten. Sondern alles das, was hier über unseren Standardbezügen liegt betrifft die, die schlicht gesagt heute nicht mehr da sind. Wenn ich jetzt hier einzelne Zahlen aufsagen würde, dann würde es eine Detailbehaftung geben, die wir einfach nicht wollen. Das ist Teil der Vergangenheit, wir sind nicht daran interessiert, hier weitere Informationen zu geben."

Für das nächste Geschäftsjahr soll es wieder Dividende geben, vielleicht auch schon für das laufende. Wie diese Zukunft aussieht, ist die spannende Frage. Zunächst einmal sei die Bank am Kapitalmarkt zurück; die Kernkapitalquote international konkurrenzfähig. Die öffentlichen Garantien vom Bankenrettungsfonds Soffin und den Ländern Hamburg und Schleswig-Holstein werden in diesem und dem kommenden Jahr nach und nach zurückgeführt; damit sinken auch die Gebühren für die Garantien und die Ertragskraft der Bank wird gestärkt. Die Kernbank, wo das zukunftsfähige Geschäft zusammengefasst ist, soll wieder gezielt auf Kundensuche in den Hauptgeschäftsfeldern der Bank gehen.

Nonnenmacher, der auf dem Höhepunkt der Krise im Herbst 2008 an die Spitze der Bank gelangt war, hatte die Öffentlichkeit stark polarisiert. Der Vorstandsvorsitzende verzichtete nicht auf eine vertraglich vereinbarte Zahlung von 2,9 Millionen Euro, hatte schwer durchschaubare und am Ende verlustreiche Geschäfte mit abgezeichnet, war verwickelt in Intrigen und Bespitzelungen und konnte offene Fragen in den Untersuchungsausschüssen des Kieler Landtags und der Hamburgischen Bürgerschaft nicht schlüssig beantworten.