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Radio Hamburg

Teure Nachwirkungen eines CDU-Projekts

Verlustgeschäft beim Verkauf der Landesbetriebs-Krankenhäuser

Beim Verkauf der Landesbetrieb-Krankenhäuser (LBK) sind ursprünglich höchstens 600 LBK-Rückkeher eingeplant gewesen, mehr als 1.750 wollen laut "Welt" aber in den Dienst der Stadt zurück.

Hamburg, 12.03.2012

Der Verkauf des Landesbetriebs Krankenhäuser hier bei uns in Hamburg hat 2004 für viel Ärger gesorgt. Jetzt stellt sich heraus, dass die Stadt offenbar ein richtig schlechtes Geschäft gemacht hat. Das Problem sind die Mitarbeiter, die von ihrem Rückkehrrecht zur Stadt Gebrauch machen.

Rückkehrer haben schon 155 Millionen Euro verschlungen

Beim Verkauf der Krankenhäuser sind ursprünglich höchstens 600 LBK-Rückkeher eingeplant gewesen, mehr als 1.750 wollen laut "Welt" aber in den Dienst der Stadt zurück. Außerdem sind demnach bis Ende vergangenen Jahres davon nur knapp 740 Beschäftigte wieder in die Verwaltung eingegliedert gewesen und diese Rückkehrer haben die Stadt bereits mehr als 155 Millionen Euro gekostet. 15 Millionen Euro hat Asklepios damals als Ausgleich gezahlt
Der ganze Deal ist ein "unglaublich schlechtes Geschäft", kritisiert SPD-Mann Martin Schäfer in der Zeitung. Seine Bilanz: Für sieben Krankenhäuser hat Hamburg kaum mehr als 100 Millionen Euro bekommen und das bei einem Schätzwert von 350 Millionen Euro.

Besonders ärgerlich ist diese Bilanz, weil die Hamburger damals heftigen Widerstand gegen den Verkauf geleistet haben. Dem damaligen CDU-Senat ist dies aber egal gewesen und der LBK wurde gegen das Votum eines Volksentscheides trotzdem verkauft.