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Radio Hamburg

HSH Nordbank

Prozessbeginn gegen den Ex-Vorstand

Hamburg, 24.07.2013
HSH Nordbank, Pressebild

Angeklagt sind sechs Ex-Vorstände rund um den ehemaligen Chef Dirk Jens Nonnenmacher.

Vor der 8. Großen Strafkammer des Hamburger Landgerichts beginnt heute der Strafprozess gegen den früheren Vorstand der HSH Nordbank. 

Der ehemalige HSH-Nordbank-Vorstand muss sich ab sofort vor Gericht für die fast-Pleite der Bank verantworten. Die Finanzbranche blickt am Mittwoch nach Hamburg. Erstmals muss sich ein kompletter Bankvorstand wegen beanstandeter Geschäfte in der Finanzkrise vor Gericht verantworten.

Die Staatsanwaltschaft wirft den sechs Angeklagten Untreue in einem besonders schweren Fall vor. Sie sollen mit einem komplizierten Finanzgeschäft im Dezember 2007 der Bank einen Schaden von 158 Millionen Euro zugefügt haben. Die Vorstände hätten auf der Grundlage der ihnen vorgelegten Unterlagen die Chancen und Risiken des Geschäfts nicht hinreichend prüfen können und damit ihre Pflichten verletzt, heißt es in der Anklage. Zwei der Angeklagten sind zudem wegen Bilanzfälschung angeklagt, darunter der ehemalige Vorstandschef Dirk Jens Nonnenmacher. Sie sollen das Geschäft mit dem Codenamen "Omega 55" absichtlich falsch bilanziert haben, damit die HSH Nordbank in einem Quartalsbericht einen Gewinn statt eines Verlustes ausweisen konnte. Die Angeklagten weisen alle Vorwürfe zurück.

Mehr als zwei Jahre ermittelt

Dem Verfahren gingen jahrelange Vorbereitungen voraus. Die Hamburger Staatsanwaltschaft ermittelte mehr als zwei Jahre lang und vernahm Dutzende von Zeugen, ehe sie eine 600 Seiten starke Anklageschrift einreichte. Weitere eineinhalb Jahre vergingen, ehe das Gericht die Anklage zur Verhandlung zuließ. Die Kammer unter dem Vorsitz des Richters Marc Tully hat bereits mehr als 40 Verhandlungstermine festgelegt. Ein Urteil ist voraussichtlich erst im nächsten Jahr zu erwarten.

(dpa/lhö)

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