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Radio Hamburg

Einigung im Elbphilharmonie-Streit

Hochtief baut weiter

Hamburg, 01.03.2013
Olaf Scholz und Barbara Kisseler

Hamburgs Kultursenatorin Barbara Kisseler und Bürgermeister Olaf Scholz geben Details zum Weiterbau der Elbphilharmonie bekannt.

Endlich gibt es eine Einigung zwischen der Stadt und dem Baukonzern Hochtief. Die Elbphilharmonie soll 2016 fertig sein und 575 Millionen Euro kosten.

Seit eineinhalb Jahren ruhen die Arbeiten an der Hamburger Elbphilharmonie, einer der größten deutschen Kulturbaustellen. Den Steuerzahler kostete das jeden Tag 100 000 Euro. Jetzt könnte es endlich weitergehen: Am Freitag einigten sich alle Beteiligten - die Stadt, der Baukonzern Hochtief und die Schweizer Architekten Herzog & de Meuron - auf einen neuen Vertrag , der das Projekt zu einem glücklichen Ende führen soll.

Stadt Hamburg zeiht sich fast vollständig zurück

Doch ob damit sämtliche Fallstricke bei dem Jahrhundertbauwerk behoben sind, bleibt abzuwarten. Zu viele Fragen sind noch offen bei dem spektakulären Konzerthaus, das so noch nie gebaut wurde. Bereits Mitte Dezember hatten die ehemaligen Kontrahenten vereinbart, das Projekt auf neue Füße zu stellen.

Hochtief hatte angeboten, das Konzerthaus für 198 Millionen Euro Mehrkosten mit Herzog & de Meuron bis 2016 zu Ende zu bauen und sämtliche Risiken zu übernehmen - die Stadt Hamburg will sich aus dem Projekt fast vollständig zurückziehen.

Dreiecksvertrag behoben

Damit würde ein "Geburtsfehler" des Projekts - der komplizierte Dreiecksvertrag zwischen Stadt, Hochtief und den Architekten - endlich behoben. Er gilt - neben der viel zu frühen Ausschreibung - als Hauptursache dafür, warum die Kosten für das Konzerthaus immer weiter stiegen, die Eröffnung immer wieder verschoben werden musste.

"Das wird jetzt kein einfacher Bau"

Doch wer gehofft hatte, mit diesem neuen Vertrag wären jetzt alle Probleme beseitigt, der irrt sich gewaltig. "Das wird jetzt kein einfacher Bau, wenn wir die juristischen Fragen gelöst haben", hatte Scholz bereits vor einer Woche verkündet. Dafür gibt es viel zu viele Unwägbarkeiten bei diesem einzigartigen Gebäude, das einmal zu den zehn besten Konzerthäusern der Welt gehören soll.

Freischwebender, 12.5000 Tonnen schwerer Saal

Der Konzertsaal für 2.150 Zuhörer wurde so noch nie gebaut. Aus Schallschutzgründen ist der 12.500 Tonnen schwere Saal komplett vom restlichen Gebäude entkoppelt. Dazu wird der Saalkorpus mit zwei voneinander getrennten Schalen ausgeführt, die mit 362 Stahlfederpaketen verbunden sind. Auch die Innenverkleidung, die sogenannte "Weiße Haut" und der große Reflektor, der die Schallwellen im Saal verteilen soll, sind einzigartig.

Vertrag um einige Punkte ergänzt

Nach Medienberichten hat die Stadt den Vertrag um einige Punkte ergänzt, um sich abzusichern. So sollen Zwischentermine vereinbart werden, externe Gutachter die Arbeiten auf der Baustelle begleiten und eine Schlusszahlung von 100 Millionen Euro zurückgehalten werden. Ob das ausreicht, um Überraschungen zu vermeiden, bleibt abzuwarten. Es gab bereits Diskussionen über die Akustik, deren Qualität angezweifelt wurde.

Dafür will Hochtief jetzt auch eine Garantie übernehmen - allerdings nur, wenn es sich dabei um messbare Bauleistungen handelt. Der Japaner Yasuhisa Toyota, der für die Akustik in der Elbphilharmonie zuständig ist, konterte: "Ich glaube, der Saal wird einer der besten der Welt werden." Eine Garantie könne er dafür aber nicht geben. "Bei einem solchen Projekt gibt es keine 100-Prozent-Garantie und keinen 100-Prozent-Schutz."

(pne/dpa)