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Radio Hamburg

Jugendberufsagentur Hamburg

Mehr Schulabgänger machen eine Ausbildung

Hamburg, 04.11.2013

In Zusammenarbeit mit den Arbeitsagenturen sollen die Jugendberufsagenturen jungen Menschen den Einstieg ins Berufsleben erleichtern.

Die Hamburger Schulbehörde kann erste Erfolge vermelden: Mehr Jugendliche finden nach Klasse 10 dank Jugendberufsagentur eine Lehrstelle.

Dank der 2012 gestarteten Jugendberufsagentur Hamburg finden laut Schulbehörde mehr Zehntklässler direkt einen Ausbildungsplatz. Mitte September hatten bereits knapp 39 Prozent der Schulabgänger an Stadtteilschulen einen Ausbildungsvertrag abgeschlossen, im Vorjahr seien es nur rund 25 Prozent gewesen, sagte Schulsenator Ties Rabe (SPD) im Stadtteil Wandsbek bei der Eröffnung der sechsten Jugendberufsagentur. "Das zeigt, dass die frühzeitige und systematische Begleitung der Jugendlichen erste Früchte trägt."

Quote der Schüler ohne Ausbildungsplatz gleichgeblieben

Kritik kam dagegen von den Linken: "Wenn nur 39 Prozent der Schulabgängerinnen und -abgänger einen Ausbildungsplatz bekommen haben, kann man nicht wie Schulsenator Rabe von einem "guten Wert" reden", erklärte Fraktionschefin Dora Heyenn. "Nach wie vor landen mehr Hamburger Jugendliche in Warteschleifen als in einer betrieblichen Ausbildung."

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Die Zahl der Schulabgänger direkt nach der Sekundarstufe I lag in Hamburg 2013 bei nur gut 3700, im Vorjahr waren es noch etwa 5300. Grund war, dass Jungen und Mädchen Stadtteilschulen ab diesem Jahr grundsätzlich erst nach Klasse 10 verlassen, 2012 war das auch schon nach der neunten Klasse möglich. Mit rund 39 Prozent gleichgeblieben ist die Quote der Schüler ohne Ausbildungsplatz, die eine sogenannte dualisierte Ausbildungsvorbereitung (AV) begannen, um sich beruflich zu orientieren und sich bessere Chancen für weitere Bewerbungsversuche zu verschaffen. 21 Prozent der Anfänger der AV kommen aus einer Förderschule.

Jugendliche werden umfassend betreut

Auch der Verbleib der restlichen rund 20 Prozent der Schulabgänger sei geklärt, erklärte Rabe. Sie seien beispielsweise zur Bundeswehr gegangen oder hätten ein freiwilliges soziales Jahr begonnen. "Wir meinen es Ernst mit der Aussage, keiner soll verloren gehen." Der Vorteil der Jugendberufsagentur sei, dass junge Menschen unter 25 Jahren ihre Ansprechpartner alle unter einem Dach finden, betonte Rabe. So arbeiten Mitarbeiter der Berufsberatung der Arbeitsagentur, des Jobcenters und des Bezirksamts in der Jugendberufsagentur zusammen und beraten junge Menschen bei der Berufs- und Studienwahl.

Ab dem 11. Dezember soll es in der Hansestadt flächendeckend Jugendberufsagenturen geben, dann eröffnet der Standort Bergedorf. Der Chef der Hamburger Agentur für Arbeit, Sönke Fock, erklärte, zwischen Oktober 2012 und September 2013 waren 2000 mehr offene betriebliche Ausbildungsplätze gemeldet als Bewerber registriert waren. "Das ist ein Phänomen, das wir in den beiden vorangegangenen Beratungsjahren auch schon hatten", sagte Fock. Doch diese Quantität führe trotzdem nicht dazu, dass alle Jugendlichen eine Lehrstelle finden. Vielen Bewerbern fehle es an Qualität oder sie seien bei ihren Bemühungen zu sehr auf einen Modeberuf fixiert. (dpa) 

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