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Radio Hamburg

Zerschlagung von Max Bahr

Bauhaus übernimmt 4 Hamburger Standorte

Hamburg/ Mannheim, 28.11.2013
Max Bahr

Bauhaus übernimmt 24 Standorte von Max Bahr.

Die Mannheimer Baumarktkette Bauhaus übernimmt 24 Standorte des insolventen Konkurrenten Max Bahr, darunter vier Standorte in Hamburg.

Damit seien rund 1.300 der noch verbliebenen 3.600 Arbeitsplätze bei Max Bahr abgesichert, hieß es aus Kreisen der beteiligten Verhandlungsparteien.

Bauhaus will Mitarbeiter übernehmen

Demnach werden an den Standorten zunächst die Waren verkauft, anschließend die Märkte auf die Marke Bauhaus umgeflaggt und im Laufe des kommenden Jahres neu eröffnet. Die entsprechenden Verträge seien unterzeichnet; einige Details bei der Umsetzung jedoch noch zu klären. In einer Pressemitteilung vom Donnerstag (28.11.) teilte Bauhaus mit, dass man allen Max Bahr-Mitarbeitern "der von der Insolvenz betroffenen und zukünftigen Bauhaus Standorte vorbehaltlos die Beschäftigung bei Bauhaus zu mindestens den gleichen Bedingungen" anbieten werde.

Vier Hamburger Standorte

In Hamburg übernimmt Bauhaus insgesamt vier Max Bahr Märkte in Bramfeld, Langenhorn, Stellingen und Wandsbek. Was mit den übrigen Standorten von Max Bahr geschehen soll, ist weiterhin unklar. Im Laufe des Donnerstags (28.11.) soll der Ausverkauf in allen Märkten beginnen.

Keine Übernahme durch Globus

Ein letzter Rettungsversuch für die Baumarktkette Max Bahr mit ihren 3.600 Beschäftigten war am Mittwoch (27.11.) geplatzt. Die bereits weitgehend ausgehandelte Übernahme durch die saarländische Handelskette Globus kommt nicht zustande. "Wir haben intensive Gespräche mit Globus geführt", sagte ein Sprecher des Insolvenzverwalters des Immobilienbesitzers Moor Park, dem 66 der letzten 73 Max-Bahr-Märkte gehören, am Mittwoch in Hamburg. "Leider ist es jedoch nicht zu einer Einigung mit dem Unternehmen gekommen." Globus bedauerte die missglückte Übernahme. "Max Bahr hätte gut zu uns gepasst", sagte ein Unternehmenssprecher in Saarbrücken. Lage und Struktur der Märkte sowie ihre regionale Verteilung wären eine gute Ergänzung für das eigene Netz gewesen. Es sei aber keine Einigung über die Immobilien möglich gewesen.

Kritik von Verdi

Die Gewerkschaft Verdi kritisierte das Scheitern der Verhandlungen scharf. "Dass nun im Pokerspiel um Immobilienmieten die 3.600 Beschäftigen der Baumarktkette auf der Strecke bleiben sollen, ist ein unerhörter Skandal", sagte Verdi-Vorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger in Berlin. "Nach einer monatelangen Zitterpartie dürfen tausende Menschen nun nicht in eine ungewisse Zukunft entlassen werden."

Lest auch: Max Bahr: Die Stadt bietet Unterstützung an

Hamburgs Wirtschaftsenator Frank Horch will die Max-Bahr-Mitarbeitern im Kampf um ihre Jobs unterstützen.

Ausverkauf in den Max Bahr-Märkten

Das endgültige Aus  für Max Bahr ist der letzte Akt der Insolvenz des Praktiker-Konzerns, der im Juli zahlungsunfähig wurde. Das Unternehmen mit einstmals mehr als 300 Märkten und rund 15.000 Beschäftigten zog auch das Tochterunternehmen Max Bahr in die Insolvenz. Alle Bemühungen der Insolvenzverwalter, größere Teile des Konzerns komplett zu veräußern, blieben erfolglos. Nach und nach gingen alle Märkte in den Ausverkauf. Die Beschäftigten von Praktiker sind zu einem großen Teil in eine Transfergesellschaft gewechselt. Verdi forderte am Mittwoch (27.11.) , auch für die Mitarbeiter von Max Bahr eine Transfergesellschaft einzurichten und so die Folgen der Arbeitslosigkeit abzumildern.

(dpa/mgä)

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