Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

HSH Nordbank

Kritik am Verkauf der Immobiliensparte für einen Euro

Hamburg/Kiel, 15.10.2013
HSH Nordbank, Pressebild

Der Unternehmensteil HSH Real Estate GmbH ist für einen Euro an den Chef des Unternehmens verkauft worden - ein so genanntes Management Buy-out.

Nach der Ausgliederung des letzten Teils der Immobiliensparte der HSH Nordbank fordern Politiker unterschiedlicher Parteien Aufklärung.

Die HSH Nordbank hat ihre Immobiliensparte offenbar mit erheblichen Verlusten verkauft. Die HSH Real Estate GmbH sei im August 2013 für lediglich einen Euro veräußert worden, berichteten verschiedene Medien. Das Unternehmen verwalte Immobilienfonds im Wert von etwa zwei Milliarden Euro und Immobilienbestände im Wert von etwa 320 Millionen Euro.

Symbolischer Kaufpreis wirft Fragen auf

Zu der Frage, weshalb lediglich ein symbolischer Kaufpreis vereinbart wurde, hätten sich weder die HSH-Geschäftsführung noch der Eigner der jetzigen HGA Real Estate äußern wollen. Ein Sprecher der HSH Nordbank lehnte auf Anfrage eine Stellungnahme ab. Bereits in den vergangenen Jahren waren einzelne Teile der HSH-Immobiliensparte verkauft worden. Die angeschlagene Bank, die zu 85 Prozent den Ländern Hamburg und Schleswig-Holstein gehört, erfüllt damit EU-Auflagen, die im Zuge der Beihilfevereinbarung beschlossen worden waren. Diese sehen unter anderem eine erhebliche Verkleinerung des HSH-Geschäftsbereichs vor.

Nach dem Verkauf der letzten Teile der Immobiliensparte der HSH Nordbank fordern die Parteien in Kiel und Hamburg nähere Informationen zu dem Deal. Der Verkauf für einen Euro an den Chef des Unternehmens werfe Fragen auf, hieß es zum Beispiel in einer in Kiel verbreiteten Stellungnahme des FDP-Fraktionsvorsitzenden Wolfgang Kubicki. Kritisch äußerten sich auch die Grünen und die CDU im Kieler Landtag und Linke, Grüne und FDP in der Hamburgischen Bürgerschaft.

Parteien fordern Aufklärung des Kaufpreises

Dabei ging es weniger um den Verkauf an sich, der wegen der Auflagen der EU ohnehin unausweichlich war, als vielmehr um den Kaufpreis und die fehlende Kommunikation. Die HSH Nordbank hat die Reste der HSH Real Estate für einen Euro an den Geschäftsführer Lutz von Stryk verkauft. Zuvor hatte die Bank sich bereits von zahlreichen Immobilien-Beteiligungen getrennt. Die nun verkaufte Holding verwaltet Immobilienfonds im Wert von etwa zwei Milliarden Euro und verfügt über Immobilienbestände im Wert von etwa 320 Millionen Euro. Die Kritiker verweisen auf Vermögenswerte der Gesellschaft im dreistelligen Millionenbereich und vorhandenes Eigenkapital. Dagegen stehen jedoch Schulden und Risiken. Die Parteien fordern zunächst Aufklärung über die Ermittlung des Kaufpreises vor den Ausschüssen der Parlamente. (dpa)

comments powered by Disqus