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Radio Hamburg

Sietas-Werft Hamburg

Chinesischer Investor bringt Hoffnung

Hamburg, 02.10.2013
Sietas-Werft, Sietas, Werft, Google Streetview

Die Sietas-Werft musste Ende 2011 wegen Überschuldung Insolvenz anmelden.

Die älteste Werft Deutschlands steckt in Schwierigkeiten. Nun soll ein chinesischer Investor die Sietas-Werft vor dem Aus bewahren.

1635 gegründet, ist die Sietas-Werft die älteste Werft Deutschlands. In neunter Generation geführt, gehört sie zu den ältesten Betrieben Hamburgs. Trotz ausreichender Aufträge hatten die steigenden Stahlpreise, der rasante Ratenverfall bei Containerschiffen und falsche Kostenkalkulation die Werft in Schieflage gebracht. Ende 2011 musste die Schiffswerft wegen Überschuldung Insolvenz anmelden. Es folgte die Zerstückelung des Konzerns.

Großkonzern ZPMC zeigt Interesse

Nun gibt es Hoffnung für die Beschäftigten. Ein chinesischer Investor des Unternehmens ZPMC soll Interesse an der Schiffswerft geäußert haben. Der Großkonzern ist auf dem Markt für seine Containerbrücken bekannt.

Eine Delegation wird Mitte Oktober in Hamburg erwartet, um über mögliche Investitionen zu sprechen. Zuvor hatte eine Abordnung von Sietas Mitarbeiter, zusammen mit dem Insolvenzverwalter Berthold Brinkmann, die Werft im chinesischen Raum präsentiert. "Ein Modell könnte sein, hier in Hamburg, je nach Bedarf, Typschiffe bauen zu lassen und in China dann ganze Serien. Die chinesische Fischereiflotte zum Beispiel ist veraltet, dort gibt es einen großen Investitionsbedarf", sagte er im Interview mit einer Hamburger Tageszeitung.

Transfergesellschaft bereits geschaffen

Zurzeit arbeiten noch 150 Mitarbeiter auf der Werft in Hamburg-Neuenfelde. Alle weiteren Sietas-Mitarbeiter seien bereits in die Transfergesellschaft gewechselt. Durch die Einrichtung der Transfergesellschaft wird den derzeitigen Mitarbeitern Zeit verschafft, sich nach neuen Arbeitsplätzen umzuschauen und gegebenenfalls weiter zu qualifizieren.

Momentan arbeitet die insolvente Werft in Hamburg–Neufelde an einem 120 Millionen Euro Projekt. Das Offshore-Windkraft-Errichterschiff "Aeolus" ist bisher das größte und anspruchsvollste Projekt der Werft.

Auch die Politik schaltet sich ein

Auch Wirtschaftssenator Frank Horch ist bemüht, einen Käufer zu finden. Er soll im Oktober in die USA und Kanada reisen, um mögliche Aufträge für Sietas zu sondieren: Denn ohne Aufträge auch keinen Investoren. Sollte bis Ende des Jahres kein neuer Investor gefunden worden sein, droht der ältesten Werft Deutschlands das endgültige Aus.

(vun)

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