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Radio Hamburg

Taxi-Konkurrenz

Hamburg verbietet Taxi-App "Uber"

Hamburg, 23.07.2014
App, Uber, Privatchauffeur, Taxifahrer

Für Fahrer der App "Uber" wird es in Zukunft teuer.

Nachdem Hamburg bereits die Taxi-App "Wundercar" verboten hat, darf nun auch die App "Uber" keine Fahrten mehr vermitteln.

Das Hamburger Taxigewerbe wird die Nachricht aus der Wirtschaftsbehörde freuen. Am Montag (21.07) hat die Behörde eine Untersagungsverfügung per Post an den Taxi-Konkurrenten geschickt. "Uber" darf damit in Hamburg ab sofort keine Fahrten mehr vermitteln.

Taxigewerbe schützen

"Wir haben ein funktionierendes Taxengewerbe in Hamburg - und das gilt es zu schützen", erklärte die Sprecherin der Wirtschaftsbehörde Helma Krstanoski. Mit dem Schritt will man der amerikanischen Taxi-Konkurrenz in Hamburg den Garaus machen.  Das Hamburger Star-Up "WunderCar" hatte die Wirtschaftsbehörde wegen eines ähnlichen Konzepts bereits verboten. Die App "Uber" vermittelt bereits weltweit in 150 Städten über das Smartphone private Fahrten und stellt damit eine große Bedrohung für die etablierten Taxiunternehmen dar. Die Privatpersonen kassieren nach der Fahrt dann ein kleines Entgelt für die Tour. Da man in Deutschland allerdings einen Personenbeförderungsschein benötigt, um Personen gegen Geld von A nach B zu transportieren, kann die Wirtschaftsbehörde das Vorgehen des Unternehmens als illegal belegen. Die meisten Uber-Fahrer besitzen einen derartigen Schein nämlich nicht. Gegenüber dem "Manager Magazin" sagte ein Behördensprecher: "Unserer Einschätzung nach handelt es sich deshalb bei dem Dienst Uber eindeutig um nicht genehmigte Personenbeförderungen. Uber ist nicht legal."

Hohe Strafen

Sollte "Uber" dennoch weiter Fahrten in Hamburg vermitteln, drohen sowohl für das Unternehmen als auch für den Fahrer saftige Strafzahlungen. Die Behörde will gegen privaten Fahrer des Unternehmens für jede Fahrt ein Bußgeldverfahren einleiten, das von 1.000 bis zu 20.000 Euro reicht. Die Untersagungsverfügung schreibt ebenfalls fest, dass das Unternehmen in Zukunft keine Fahrer mehr anwerben darf. Auch hierfür kann es für "Uber" teuer werden. Wirklich treffen werden die Hamburger Strafen den Shooting Star aus dem Silicon Valley aber nicht. Das Unternehmen wird von Experten mit einem rekordverdächtigen Firmenwert von 18,2 Milliarden Euro geschätzt. Es wird deshalb auch erwartet, dass "Uber" die Strafen für seine Fahrer übernehmen wird.

Uber stellt sich quer

Dem kalifornischen Konzern scheint das Vorgehen der Hamburger Wirtschaftsbehörde trotz angedrohter Strafen herzlich egal zu sein. Zwar hat "Uber" nun einen Monat Zeit um Widerspruch einzulegen und gegen den Beschluss zu klagen, der Manager Pierre-Dimitri Gore-Coty kündigte im "Manager Magazin" allerdings bereits an, dass man trotz der Strafen in Hamburg einfach weitermachen werde. Stattdessen forderte der Uber-Chef, dass man die Regelungen zur Personenbeförderung an "die Regularien der Stadt der Smartphone-Ära" anzupassen habe.

Lest auch: Weltweiter Taxistreik: Hamburger Taxifahrer protestieren in der City

Auch in Hamburg streiken die Taxifahrer am Mittwoch (11.06) gegen ihre Konkurrenz durch Apps. ...

(san)

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