Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

WunderCar

Hamburg verbietet die Taxi-Konkurrenz

Hamburg, 07.06.2014
Wundercar Screenshot Itunes App-Store

Ob über die WunderCar-App in Zukunft noch Privat-Taxi-Fahrten gebucht werden können, ist unklar.

Die Hamburger Wirtschaftsbehörde hat den Taxi-Konkurrenten "WunderCar" ausgebremst. Weitere Touren dürften in Hamburg nicht mehr vermittelt werden.

Im Prinzip klingt die Idee des Hamburger Unternehmens "WunderCar" gar nicht so schlecht: Wer irgendwohin fahren möchte, steigt nicht ins Taxi, sondern lässt sich per App für ein kleines Trinkgeld in einem Privatfahrzeug ans Ziel fahren. Dem Geschäftsmodell des 2013 gegründeten Start-Ups hat die Hamburger Wirtschaftsbehörde am Freitag (06.06) nun aber vorerst einen Riegel vorgeschoben.

Keine Touren über App

Eine Sprecherin der Behörde erklärte, dass es dem Unternehmen ab sofort untersagt sei, Touren per App zu vermitteln. Demnach würde Wundercar gewerbliche Fahrten wie herkömmliche Taxi-Firmen anbieten, jedoch ohne die nötige Genehmigung. Das Unternehmen selbst hält sich dagegen eher für eine Mitfahrzentrale als für einen Taxikonzern. Prinzipiell sei die Fahrt nämlich kostenlos. Es gäbe lediglich die Option dem Fahrer ein kleines Trinkgeld in "beliebiger Höhe" zu bezahlen. Da WunderCar davon aber 20 Prozent einbehält und über Job-Portale bereits nach professionellen Fahrern gesucht hätte, ist nicht ganz klar ob WunderCar nun Fisch oder Fleisch, beziehungsweise Taxiunternehmen oder Mitfahrgelegenheit sein möchte.

Definitiv kein Wohlfahrtsunternehmen

Die Behördensprecherin erklärte, dass man nun sagen könne, dass WunderCar kein Wohlfahrtsunternehmen sei, sondern ein klares Geschäftsmodell habe. Dazu braucht es aber eine amtliche Genehmigung nach dem Personenbeförderungsgesetz. Die Fahrten würden außerdem eine Gefahr für die Mitfahrer bergen: So seien bei einem Unfall auch die Haftungsfragen nicht geregelt. Sollte WunderCar gegen die Auflagen verstoßen, drohen dem Unternehmen saftige Strafen von bis zu einer Million Euro.

WunderCar überrascht

Die selbst ernannte Mitfahrgelegenheit ist überrascht und lässt sich unterdessen nicht beirren. WunderCar-Geschäftsführer Gunnar Froh erklärte: "Ich wundere mich, dass die Behörde in ihrer Stellungnahme so stark verallgemeinert. Nach unserer Rechtsauffassung sind weiterhin Fahrten, die nicht die Betriebskosten übersteigen, zulässig."

 

(dpa/san)

comments powered by Disqus