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Radio Hamburg

Krise bei Karstadt

Filiale in Billstedt wird geschlossen

Hamburg, 24.10.2014
Karstadt

Dunkle Wolken über Karstadt. Fünf Filialen, darunter die in Billstedt werden noch 2015 geschlossen.

Sechs Häuser des Krisenkonzerns sollen noch 2015 geschlossen werden. Darunter auch eine Karstadt-Filiale in Hamburg-Billstedt.

Das Karstadt-Haus in Hamburg-Billstedt sowie fünf weitere Filialen des Konzerns im Bundesgebiet sollen im Laufe des kommenden Jahres geschlossen werden.

 

Karstadt-Chef Stephan Fanderl greift durch

Sechs Häuser des Krisenkonzerns sollen noch 2015 geschlossen werden. Unmittelbar nach seiner Ernennung durch den Aufsichtsrat kündigte der 51-jährige Manager das Aus für zwei klassische Warenhäuser in Hamburg-Billstedt und Stuttgart bis Mitte nächsten Jahres an. Außerdem sollen die Filialen der auf junge Mode spezialisierten Kette "K-Town" in Köln und Göttingen sowie die Schnäppchenmärkte des Konzerns in Paderborn und Frankfurt/Oder ihre Tore schließen.

Schmerzliche Überlebens-Sicherung

Nach Angaben des Betriebsrates könnten von den angekündigten Schließungen bis zu 240 Arbeitsplätze betroffen sein. Zusätzlich sei der Abbau von rund 2000 Stellen geplant. Fanderl betonte: "Die Sanierung wird uns viel abverlangen. Ohne zum Teil sehr schmerzliche Entscheidungen wie auch Filialschließungen wird es nicht gehen, um das Überleben des Gesamtunternehmens zu sichern." Man habe aber in kürzester Zeit ein Zukunftskonzept erarbeitet, mit dem das Unternehmen strategisch neu ausgerichtet werden könne. Bereits im nächsten Jahr sollten einzelne neue Warenhaus-Konzepte an den Start gehen. 

Der Karstadt-Aufsichtsrat berief den 51-jährigen Manager am Donnerstag (23.10.) zum neuen Konzernchef und füllte damit nach drei Monaten die durch den überraschenden Abgang von Eva-Lotta Sjöstedt hinterlassene Lücke. Fanderl war bisher Aufsichtsratsvorsitzender der Warenhauskette.
Der Karstadt-Gesamtbetriebsratchef Hellmut Patzelt sprach von einem "dunklen Tag für die Beschäftigten". An den sechs betroffenen Standorten hätten damit heute bis zu 240 Mitarbeiter die Mitteilung bekommen, dass sie ihre Jobs verlieren. Zusätzlich sei der Abbau von rund 2000 Stellen in den übrigen Warenhäusern und der Zentrale geplant. Karstadt hat derzeit noch insgesamt 17.000 Beschäftigte. Der für Verdi im Karstadt-Aufsichtsrat sitzende Arno Peukes sagte, nach wie vor sei die Zukunft von 21 Warenhäusern, die rote Zahlen schreiben, ungewiss. Der Betriebsrat und die Gewerkschaft würden alles daran setzen, diese Häuser zu erhalten.

Die nächste Aufsichtsratssitzung sei für Anfang nächsten Jahres geplant. Karstadt-Eigentümer Benko signalisierte unterdessen einem Medienbericht zufolge erneut Interesse an einer Übernahme der Warenhauskette Kaufhof. Der Kaufpreis solle bei 2,5 Milliarden Euro bis 2,7 Milliarden Euro liegen, schrieb die "Lebensmittel Zeitung" unter Berufung auf Insider. 

(dpa/aba)

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