Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Ab 2015

Maklergebühren zahlt der Vermieter

Berlin, 23.09.2014
RHH - Expired Image

Die "Mietpreisbremse" soll 2015 in Kraft treten.

Schutz vor drastischen Mieterhöhungen und die Bezahlung der Makler durch den Vermieter: Die Koalition stellt die Neuerungen im Immobilienmarkt vor. 

Die schwarz-rote Koalition hat sich nach monatelangen Verhandlungen auf Maßnahmen gegen Mietwucher geeinigt. So darf künftig bei Neuvermietung in besonders begehrten Gegenden die Miete das ortsübliche Niveau nur noch um maximal zehn Prozent übersteigen. Ausgenommen von der Regelung sind Neubauten und umfassend modernisierte Wohnungen. Die Zahlung der Maklergebühr hat in Zukunft der Auftraggeber, also der Vermieter der Immobilie, zu bezahlen. Beide Regelungen sollen noch in der ersten Jahreshälfte 2015 in Kraft treten.

Zweifel an der "Mietpreisbremse"

Im Radio Hamburg Interview erklärt Heinrich Stüven vom Grundeigentümerverband Hamburg seinen Skeptizismus gegenüber der "Mietpreisbremse": "Im Prinzip habe ich gar nichts dagegen, es sei immer, wenn es nur um die Wuchermieten geht. Hamburg hat aber einen sehr vielfältigen Wohnungsmarkt und dieser vielfältige Wohnungsmarkt hat auf der einen Seite in den Szenevierteln sehr hohen Mieten und auf der anderen Seite eben halt im Hamburger Stadtgebiet sehr niedrige Mieten. Und da mit einer generellen "Mietpreisbremse "zu reagieren halte ich für vollkommenen Unsinn."

Der Grund für die "Mietpreisbremse"

"Mieten müssen auch für Normalverdiener bezahlbar sein. Dazu soll die "Mietpreisbremse" einen Beitrag leisten. Mehr als 30 oder 40 Prozent Mietsteigerung in einigen Ballungsgebieten sind einfach inakzeptabel", verkündete der Justiz- und Verbraucherminister Heiko Maas (SPD). Zu Städten mit drastischen Mietsprüngen zählen insbesondere Großstädte und Universitätsstädte. Die Mieterhöhungen bei Wiedervermietungen lagen nach Angaben des Justizministeriums zuletzt bei 25 Prozent in Hamburg und München und bei 19 Prozent in Berlin.

Das sind die Ausnahmen

Als Zugeständnis an die Immobilienwirtschaft gibt es einige Ausnahmeregelungen: So soll die "Mietpreisbremse" nur in Gebieten mit "angespanntem Wohnungsmarkt" gelten. Ausgewählt werden diese Gebiete von den Ländern für einen Zeitraum von maximal fünf Jahren. Um die Investitionsbereitschaft in Neubauten zu erhalten, werden diese von der Regelung ausgenommen. Das gilt auch für die erste Vermietung nach einer umfassenden Modernisierung. "Wenn wir den enormen Anstieg der Mieten langfristig verhindern wollen, brauchen wir natürlich auch Wohnungsneubau", erklärte der Verbraucherminister die Ausnahmen. 

(lsc/iw/dpa)

comments powered by Disqus