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Radio Hamburg

Haspa Vorschlag

Sparvertrag zur Ausbildungsfinanzierung

Hamburg, 06.03.2015
Collage, Haspa, Sparen

Konkreter Vorschlag der Haspa zur staatlichen Ausbildungsförderung als Ausgleich für das andauernd niedrige Zinsniveau.

Die Hamburger Sparkasse fordert einen staatlichen Ausgleich für das niedrige Zinsniveau und präsentiert einen ersten konkreten Vorschlag.

Vor dem Hintergrund der Bemühungen der Europäischen Zentralbank, uns durch niedrige Zinsen zum vermehrten Geldausgeben zu treiben, suchen die Sparkassen offenbar nach neuen Absatzwegen.
Haspa-Chef Harald Vogelsang fordert die Politik auf, Eltern Zuschüsse zu zahlen, wenn sie für ihre Kinder einen Sparvertrag zur Ausbildungsfinanzierung anlegen. 

Kosten für den Staat

Das Kapital sollte über 10 bis 15 Jahre angesammelt und mit Beginn der Ausbildung des Kindes über drei bis fünf Jahre ausgezahlt werden. Um die administrativen Kosten gering zu halten, soll die Prämie an die Berechtigung zum Kindergeldbezug geknüpft sein. Die Einzahlungen sollen nicht nur von Eltern, sondern auch von anderen Personen vorgenommen werden können. Die Kosten bezifferte Vogelsang auf rund drei Milliarden Euro jährlich, wenn für 80 Prozent der berechtigten Kinder der Höchstbeitrag eingezahlt würde. Profitieren würden ganz offenbar beide: Sparer und Sparkasse, weil dann wieder mehr Geld auf ihren Konten läge. 

Zu wenig Geld für Bildung

Deutschland gebe im Vergleich zu wichtigen Industrienationen zu wenig für die Bildung und Ausbildung der nachwachsenden Generation aus, sagte Prof. Karl-Werner Hansmann von der Universität Hamburg. Sowohl gemessen am Inlandsprodukt als auch als Anteil vom Staatshaushalt lägen die deutschen Bildungsinvestitionen deutlich unter dem Durchschnitt der OECD. "Die Umsetzung des Bildungssparens wäre ein wichtiger Baustein, um die Ausgaben für Bildung deutlich zu erhöhen", sagte Hansmann.

Wenig positige Resonanz

Bislang haben die Sparkassen auf die Idee einer verstärkten staatlichen Sparförderung keine positive Resonanz erhalten. Sowohl die Vertreter der privaten Banken wie auch die Institute aus dem Bereich der Volks- und Raiffeisenbanken haben darauf ablehnend reagiert. Sie treten eher dafür ein, die bestehende Vermögensbildung der Arbeitnehmer zu reformieren. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hatte bereits erklärt, zusätzliche finanzielle Spielräume sollten für Investitionen genutzt werden. Zudem stehen Entscheidungen über die Erhöhung des Kindergeldes, die Abschaffung des Soli-Zuschlags und die Neuordnung der Bund-Länder-Finanzen bevor.Wie Bund und Länder den Vorschlag zur Bildungs-Sparförderung bewerten, ist noch nicht klar.
(fr/rh/dpa/kru)

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