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Radio Hamburg

Letzter Versuch: Verkauf der Problem-Bank

Sorgenkind HSH Nordbank

Hamburg, 20.10.2015
HSH Nordbank, Logo, Tag

Für den Verlauf der HSH Nordbank muss auch der Steuerzahler tief in die Tasche greifen.

Mit dem geplanten Verkauf der HSH Nordbank wird das Institut neu aufgestellt und umbenannt. Ohne Verkauf würde das Ende der Bank eingeläutet werden.

Die Steuerzahler in Hamburg und Schleswig-Holstein sollen der wegen Missmanagements vor die Wand gefahrenen HSH Nordbank faule Kredite im Wert von 6,2 Milliarden Euro abkaufen.

Sich einen Überblick verschaffen

Von diesen Altlasten befreit, soll die Bank bis spätestens 2018 verkauft - und wenn nicht möglich - abgewickelt werden. Insgesamt soll die HSH Nordbank für knapp 16 Milliarden Euro faule Kredite in ihren Büchern haben. Insider sagen, es gibt keinen richtigen Überblick.
Das sind einige der Punkte, auf die sich die Länder Hamburg und Schleswig-Holstein als 85-Prozent-Anteilseigner mit der EU-Kommission geeinigt haben. Die Parlamente beider Länder müssen der Umsetzung noch zustimmen.

Am Dienstag (20.10.) wollen die schleswig-holsteinische Finanzministerin Monika Heinold (Grüne) in Kiel und in Hamburg Bürgermeister Olaf Scholz und Finanzsenator Peter Tschentscher (beide SPD) die vereinbarten Eckpunkte öffentlich erläutern. In die Verhandlungen waren auch die Bundesregierung und die Europäische Zentralbank eingebunden. 

Das Beihilfeverfahren der EU war 2013 eröffnet worden, nachdem die Bank ihren Risikoschutz durch die Länder von sieben auf zehn Milliarden Euro aufstocken musste. Die Kommission genehmigte die Beihilfe damals vorläufig, forderte aber eine weitere und tiefergehende Restrukturierung der Bank. Diese konnte so den EU-Stresstest bestehen. Die Garantien der Länder waren für die Bank aber außerordentlich teuer. Zudem drückte die anhaltende Krise in der Schifffahrt auf ihre Ergebnisse, ebenso wie der Dollarkurs und die veränderte Zinslandschaft. 

Pest oder Cholera?

Henning Vöpel vom Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitut HWWI:

"Für den Steuerzahler bedeutet es, dass die Altlasten aus den Bilanzen, also die faulen Kredite vom Steuerzahler getragen werden. Man darf aber nicht vergessen, dass die komplette Abwicklung oder das Scheitern noch teurer geworden, denn dann hätte man das komplette Altgeschäft übernehmen müssen und das wäre noch teurer geworden."

(dpa/rh/aba)

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