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Radio Hamburg

Holsten-Brauerei zieht um

1500 neue Wohnungen in Altona entstehen

Hamburg, 29.06.2016
Holsten Brauereifest

Das Brauereifest von Holsten ist inzwischen eine Institution in Hamburg-Altona.

Die traditionsreiche Holsten-Brauerei in Hamburg verlagert ihre Produktion an den südlichen Stadtrand - und übergibt das Gelände in Altona an einen Immobilienentwickler.

Der Umzug der Holsten-Brauerei in Hamburg macht Platz für weitere geschätzt rund 1500 Wohnungen im traditionsreichen Stadtteil Altona und löst Investitionen von rund 750 Millionen Euro aus. Das wurde bei der Vorstellung der Pläne am Mittwoch (29.06.) in Hamburg bekanntgegeben. Durch die Neubauten auf der Brauereifläche, auf einem angrenzenden ehemaligen Güterbahnhofsgelände sowie auf einem Autobahndeckel steigt die Zahl der Wohnungen in Altona bis Mitte nächsten Jahrzehnts um mehr als 7000.

Neuer Standort - neue Chance

"Das ist richtig was. Das wird die Qualität des Zusammenlebens erhöhen", sagte Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz (SPD). Gleichzeitig würden Arbeitsplätze erhalten - und es gebe neue. Hamburg Oberbaudirektor Jörn Walter sieht in dem Zukunftsprojekt Mitte Altona eine "historische Chance der Neubestimmung" für den Stadtteil. In ihm wird auch der Fernbahnhof umgesiedelt. Die Holsten-Brauerei war 1879 in Altona gegründet worden. "Holsten und Astra gehören zu Hamburg", sagte der Bürgermeister. Daher habe sich der Senat früh bemüht, das heute zur dänischen Carlsberg-Gruppe gehörende Unternehmen mit seinen Marken in Hamburg zu halten. Der Umzug bedeute eine langfristige Bindung an den deutschen Markt, berichtete Carlsberg-Strategiechef Chris Warmoth. Grund für die seit drei Jahren angestrebte Verlagerung sind technisch veraltete Produktionsmethoden am bisherigen City-Standort, der überdies von täglich rund 100 Lkw angefahren wird.

Arbeitsplätze fallen weg

Ende 2016 will die Brauerei mit den Bauarbeiten für die neue Produktionsstätte mit Kapazität für eine Million Hektoliter jährlich in einem südlich der Elbe gelegenen Gewerbegebiet in Hausbruch beginnen. Der Umzug auf das Erbbaugrundstück soll voraussichtlich im 1. Quartal 2018 erfolgen. Investitionen im hohen zweistelligen Millionen-Volumen sind veranschlagt, wie Deutschland-Chef Sebastian Holtz ankündigte. "Wir wollen effizienter werden." Für den schrumpfenden Biermarkt produziert Carlsberg in Hamburg aktuell rund 1,2 Millionen Hektoliter. Von den 460 Arbeitsplätzen würden nicht alle erhalten, kündigte Holtz an. Die Verwaltung mit rund 200 Mitarbeitern soll am Stammsitz bleiben, aber in neue Büros umziehen.

Bürger dürfen mitbestimmen

Diese werden zusammen mit Wohnungen und einem Hotel, Gewerbe-, Einzelhandels- und Gastronomieflächen sowie Parkanlagen von der Düsseldorfer Gerch-Group entwickelt. Die Geschichte des Areals soll sichtbar werden: der Juliusturm mit Holsten-Ritter bleibe erhalten, ein Biermuseum und eine Mikrobrauerei seien geplant, kündigte Geschäftsführer Mathias Düsterdick an. Erste Mieter könnten frühestens Anfang des nächsten Jahrzehnts einziehen. Zunächst sollen die Bürger an den weiteren Planungen beteiligt werden, außerdem folgen weitere Architekturwettbewerbe und Genehmigungsverfahren.

Die Gerch-Group entwickelt auch im südlichen Stadtteil Wilhelmsburg ein Wohnquartier - mit Investitionen von rund 140 Millionen Euro. Bei solchen Neuanlagen gibt die Stadt einen Drittelmix aus geförderten und zu mietenden sowie Eigentumswohnungen vor. (dpa/apr)