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Radio Hamburg

Traditionsreederei in Hamburg

Rickmers meldet Insolvenz an

Fahne Rickmers Reederei

Die Rickmers Reederei steuert schweren Zeiten entgegen. 2.000 Arbeitsplätze sind bedroht.

Die Hamburger Reederei Rickmers ist pleite und meldet Insolvenz an.

Nachdem die HSH Nordbank als Gläubigerin eine Restrukturierung abgelehnt hat, ist eine Sanierung ausgeschlossen. Die Rickmers Gruppe hat anderthalb Milliarden Euro Schulden und kann sie nicht zurückzahlen. Rund 2.000 Arbeitnehmer sind betroffen, allein hier in Hamburg arbeiten für die Rickmers Reederei 220 Menschen.

Die Gläubiger der Hamburger Charterreederei Rickmers Group kommen nun am Donnerstag (01.06.) in Hamburg zusammen, um einen Interessenvertreter zu wählen. Die Abstimmung über ein Sanierungskonzept für das schwer angeschlagene Unternehmen war am Mittwochabend durch die Ankündigung eines Insolvenzantrags hinfällig geworden. Als Grund für die Insolvenz führte die Rickmers Holding AG an, dass der Vorstand der HSH Nordbank seine Zustimmung zu einem Papier über die finanzielle Restrukturierung der Rickmers-Gruppe verweigert habe. "Der Vorstand der Rickmers Holding AG strebt dabei eine Sanierung in Eigenverwaltung unter Fortsetzung des Geschäfts- und Schiffsbetriebs an", hieß es in der Mitteilung.

Die Gläubiger haben Rickmers 275 Millionen Euro über eine hochverzinste Anleihe mit einem Coupon von 8,875 Prozent geliehen. Davon werden sie einen Großteil verlieren. Gegenwärtig liegt der Börsenkurs der Anleihe bei etwa 6,9 Prozent. In ähnlicher Höhe (6,7 Prozent) wurde auch im Falle eine Insolvenz gerechnet.

(dpa/aba)

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