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Radio Hamburg

Gravierende Mängel

Jugendhaftstation Braunschweig soll geschlossen werden

Hannover, 28.08.2013
Gefängnis

Der mutmaßlich misshandelte Junge vertraute sich nur einer Psychologin an.

Nach der mutmaßlichen Misshandlung eines Häftlings will das Justizministerium die Jugendhaftstation wegen gravierender Mängel schließen.

Neues im Fall des mutmaßlich misshandelten Häftlings in Braunschweig. Das Justizministerium will die Jugendhaftstation in Braunschweig, auf der sich das mutmaßliche Opfer aufhielt, wegen gravierender Mängel schließen.

Verlegung wird überprüft

Eine Verlegung nach Uelzen werde geprüft, teilte das Ministerium am Mittwoch mit. Eine Untersuchung durch Experten habe ergeben, dass schlechte räumliche und personelle Verhältnisse in Braunschweig keine ausreichende Überwachung und keinen Schutz der Untersuchungsgefangenen vor Gewalt ermöglichen, sagte Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz von den Grünen.

Opfer vertraute sich Psychologin an

Der jugendliche Häftling war während seiner Untersuchungshaft in einer niedersächsischen Justizvollzugsanstalt möglicherweise mehrfach von sechs Mithäftlingen sexuell genötigt und körperlich misshandelt worden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt bereits gegen die sechs Mitgefangenen. Nach den Misshandlungen im Juni und Juli hat sich das mutmaßliche Opfer während seiner Untersuchungshaft nur einer Psychologin anvertraut.

In das Gefängnis invertiert?

Die Ministerin machte sich vor Ort einen Eindruck von der Haftanstalt. Die Vollzugsbeamten seien sehr engagiert, ihre Arbeit werde durch die Rahmenbedingungen aber erschwert. Zu Verbesserung der Aufsicht seien die Einschlusszeiten der Häftlinge in ihren Zellen kurzfristig verlängert worden. Doch das sei nur eine vorübergehende Lösung. "Der erste Bericht der Expertenkommission zeigt am Beispiel Braunschweig, dass wir einen riesigen Investitionsrückstau im Strafvollzug haben", sagte Niewisch-Lennartz. Diesen habe die Vorgängerregierung zu verantworten. Statt in das teilprivatisierte Gefängnis in Bremervörde zu investieren, hätte das Geld besser in die Beseitigung von baulichen Defiziten fließen sollen.

(dpa/pgo)

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